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Studie: Corona-Pandemie verschärft Rechtsextremismus in Europa | BR24

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Laut einer Studie verschärft die Corona-Pandemie den Rechtsextremismus in Europa.

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    Studie: Corona-Pandemie verschärft Rechtsextremismus in Europa

    Laut einer Untersuchung der Berliner Amadeu Antonio Stiftung verschärft Corona den Rechtsextremismus in Europa. Nicht nur in Deutschland sei Antisemitismus Kernbestandteil der Corona-Hetze, sagt Simone Rafael, Co-Autorin des Berichts.

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    • BR24 Redaktion

    Antisemitische Verschwörungstheorien wie die QAnon-Ideologie haben sich der Berliner Amadeu Antonio Stiftung zufolge während der Corona-Pandemie über ganz Europa verbreitet. Mutmaßungen über vermeintliche Eliten, Lockdown-Entscheidungen und Impfkampagnen seien mittlerweile in rechtsextremen Gruppen auf dem ganzen Kontinent zu finden, heißt es in einer Untersuchung über Rechtsextremismus und -terrorismus in Europa.

    Befragungen zu politischen und gesellschaftlichen Themen

    Für die Studie "State of Hate - Far Right Extremism in Europe" wurden im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung, der britischen Nichtregierungsorganisation HOPE not Hate Charitable Trust und der schwedischen Expo-Stiftung 12.000 Bürger in acht europäischen Ländern zu politischen und gesellschaftlichen Themen befragt. Außerdem legt die Untersuchung Länderberichte zu 32 Staaten vor.

    Reichsbürger, Gelbwesten und andere nationalistische Bestrebungen

    Antisemitismus sei nicht nur in Deutschland Kernbestandteil der Corona-Hetze, sagt Simone Rafael, Co-Autorin des Berichts. Ob die Reichsbürger in Deutschland, die Gelbwesten in Frankreich oder nationalistische Bestrebungen in den Niederlanden, Italien und Griechenland - die Stärke solcher Gruppen liege in der Verbindung von lokalen Ereignissen mit internationalen Entwicklungen.

    Europa als "Abendland", das "verteidigt" werden müsse

    Die aus den USA stammende Verschwörungsideologie QAnon habe sich vor allem in Großbritannien und Deutschland verbreitet und werde von unterschiedlichen Szenen gepflegt. Eine Gefahr sei auch der Rechtsterrorismus. Auch wenn Rechtsextreme sonst dem Nationalismus zugeneigt seien, gelte für sie Europa als gemeinsames "Abendland", das "verteidigt" werden müsse.

    Negative Einstellungen gegenüber Minderheiten

    Die Diskussionen über Maßnahmen gegen die Pandemie hätten die normale politische Debatte verdrängt und negative Einstellungen von einem Teil der Bevölkerung etwa gegenüber Minderheiten geschürt, heißt es weiter in der Untersuchung. Aus Pessimismus und Misstrauen könnten Rechtsextremisten so lange schöpfen, bis wieder Normalität einkehre.

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