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Ein Schaffner beobachtet die Abfahrt einer Regionalbahn auf dem Nürnberger Hauptbahnhof

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    Studie: Bahnmitarbeiter haben kein erhöhtes Ansteckungsrisiko

    DB-Vorstand Berthold Huber dürfte wohl beim Bekanntwerden der Studienergebnisse aufgeatmet haben. Das Personal der Deutschen Bahn hat kein erhöhtes Risiko sich mit Corona anzustecken, so eine Untersuchung der Charité.

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    • BR24 Redaktion

    Ziel der Charité-Studie war es, wissenschaftlich das Infektionsgeschehen bei Bahnmitarbeitern zu untersuchen. Mehrere Testreihen sollten feststellen, ob das Risiko für Zugbegleiter, die bei ihrer Arbeit einer Vielzahl von Kontakten ausgesetzt sind, höher liegt als bei Beschäftigten, die nur wenig Kontakt haben.

    Kein erhöhtes Risiko feststellbar

    Insgesamt führte die größte Universitätsklinik in Europa mehr als 1.000 PCR- und auch Antikörper-Tests bei den Bahnmitarbeitern durch. Eine akute Infektion wurde bei insgesamt drei Teilnehmenden festgestellt. Zwei davon entfielen auf Bordservice-Personal (0,3 Prozent der Bordservice-Gruppe) und eine auf einen Instandhalter (0,5 Prozent der Instandhalter-Gruppe). Antikörper wurden bei 39 Mitarbeitern nachgewiesen, davon 6,8 Prozent beim Bordservice-Personal.

    Drei Durchläufe wurden von der Charité untersucht. Im Durchschnitt beteiligten sich über 600 Mitarbeiter bei den jeweiligen Testreihen.

    "Unsere Langzeitstudie mit der Charité ist ein erfreuliches und ermutigendes Signal, nicht nur für unser Zugpersonal, sondern zugleich für alle Bahnkunden und Bahnkundinnen in Deutschland." Berthold Huber, DB-Personalverkehrsvorstand

    Kundenkontakt birgt kein höheres Ansteckungsrisiko

    Die Gesamtergebnisse der Studie würden verdeutlichen, dass zu keinem Zeitpunkt ein höheres Risiko für das Zugpersonal gegenüber den anderen Mitarbeitenden ohne häufige Kundenkontakte bestand, so die Deutsche Bahn zum Ergebnis der Untersuchung.

    Das gemeinsame Forschungsprojekt von DB und CRO (Charité Research Organisation) erfolgte in drei Stufen. Die erste Testreihe hatte vom 29. Juni bis 3. Juli 2020 stattgefunden, die zweite vom 26. bis 30. Oktober 2020, die dritte vom 24. Februar bis 2. März 2021 - jeweils an den Standorten Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main und München. Alle Teilnehmer hatten über einen Fragebogen zusätzlich Angaben zu Vorerkrankungen gemacht, um die Ableitung epidemiologischer Erkenntnisse zu ermöglichen.

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