Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Stromausfall in Südamerika: Lage normalisiert sich wieder | BR24

© BR

Große Teile Südamerikas sind seit Sonntagmorgen ohne Strom. Vor allem Argentinien und Uruguay waren nach einer schweren Störung im Verbundsystem für einige Zeit fast komplett ohne Elektrizität. Mittlerweile fließt der Strom aber teilweise wieder.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Stromausfall in Südamerika: Lage normalisiert sich wieder

Große Teile Südamerikas sind seit Sonntagmorgen ohne Strom. Vor allem Argentinien und Uruguay waren nach einer schweren Störung im Verbundsystem für einige Zeit fast komplett ohne Elektrizität. Mittlerweile fließt der Strom aber teilweise wieder.

Per Mail sharen
Teilen

Es ist der größte Stromausfall in der Geschichte Argentiniens und die Stromkonzerne haben große Probleme die Versorgung wiederherzustellen. Fast in ganz Argentinien ist am frühen Sonntagmorgen der Strom ausgefallen. Betroffen waren auch Uruguay, der Süden von Brasilien und einige Städte in Chile. Nur Feuerland im äußersten Süden von Argentinien hatte noch Strom, weil diese Provinz nicht am Verbundnetz hängt.

Unwetter Grund für den Ausfall

Die Stromversorger teilten mit, dass das Hochspannungsverteilnetz nach einem massiven Störfall komplett zusammengebrochen sei. Das ist das Netz, das die einzelnen Landesteile miteinander verbindet. Man müsse nun nach und nach die Versorgung wiederaufbauen, so der argentinische Stromversorger Edesur.

Ursache für den Stromausfall ist nach Angaben Staatssekretariats für Energie ein Unwetter, das eine wichtige Hochspannungsleitung im Norden von Argentinien beschädigt hatte. Dieser Ausfall einer der wichtigsten Stromtrassen brachte das gesamte Hochspannungsnetz aus dem Gleichgewicht, so die offizielle Erklärung. In Argentinien wüten seit Tagen schwere Unwetter. Örtlich kommt es auch zu Überschwemmungen.

Knapp 50 Millionen Menschen betroffen

In der Hauptstadt Buenos Aires blieben U-Bahnen und Züge stehen. Die Feuerwehr musste Menschen aus Aufzügen befreien. Aber da der Strom am Sonntag um kurz nach 7 Uhr ausfiel, war die Zahl der Betroffenen überschaubar.

Die Mobilfunknetze fallen zeitweise aus. Auch die Wasserversorgung in Buenos Aires ist nicht gesichert, weil der Druck in den Leitungen nicht aufrechterhalten werden kann. Insgesamt sind laut Medienberichten knapp 50 Millionen Menschen von dem Blackout betroffen. Notstromaggregate sichern die Versorgung in Krankenhäusern und den Flughäfen ab.

Trotz Stromausfall: Regionalwahlen finden statt

In einigen Provinzen Argentiniens wurden am Sonntag die Gouverneure und Regionalparlamente neu gewählt. Die Wahllokale öffneten trotz des Stromausfalls - wenn auch einige Zeit verzögert.

Versorgung rollt langsam wieder an

Mittlerweile ist die Stromversorgung teilweise wiederhergestellt. Bei rund 35.000 Menschen im Großraum Buenos Aires fließt der Strom bereits wieder. Bis die Versorgung aber vollständig wiederhergestellt ist, werde es noch einige Stunden dauern. Man arbeite aber weiterhin fieberhaft daran, so die argentinische Energiebehörde.

© BR

Wegen einer schweren System-Störung sind Teile Südamerikas von einem Blackout betroffen. In Argentinien und Uruguay gibt es derzeit keine Stromversorgung.