Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Streit um Visa: Irans Führung darf nun doch zur UN | BR24

© BR

Die iranischen Führung darf nun doch an der UN-Vollversammlung in der kommenden Woche teilnehmen. Sowohl Außenminister Zarif als auch Präsident Ruhani haben nach langem Tauziehen Visa für die Reise nach New York erhalten.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Streit um Visa: Irans Führung darf nun doch zur UN

Die iranischen Führung darf nun doch an der UN-Vollversammlung in der kommenden Woche teilnehmen. Sowohl Außenminister Zarif als auch Präsident Ruhani haben nach langem Tauziehen Visa für die Reise nach New York erhalten.

Per Mail sharen
Teilen

Irans Präsident Hassan Ruhani und sein Außenminister Mohammed Dschawad Sarif haben nun doch ein Einreisevisum für die USA zur Teilnahme an der UN-Vollversammlung in New York in der kommenden Woche erhalten. Am späten Donnerstagabend bestätigte der Sprecher der iranischen UN-Mission, Alireza Miryousefi, dass Ruhani ein Visum bekommen habe, um sich an den Gesprächen zu beteiligen. Zuvor hatte Sarif das OK der US-Behörden zur Einreise erhalten. Das teilte der iranische Außenamtssprecher Abbas Mussawi auf Twitter mit.

"Selbst fabrizierte Bestimmungen"

Sarif werde somit wie geplant schon heute Teheran Richtung New York verlassen, fügte der Sprecher hinzu. Noch am Nachmittag hatte Sarif seinem US-Kollegen Mike Pompeo vorgeworfen, der iranischen Delegation Einreisevisa für die Teilnahme an der UN-Vollversammlung in New York verweigern zu wollen. Die USA seien aber verpflichtet, den UN-Delegationen Visa auszuhändigen.

"Minister Mike Pompeo versucht jedoch, mit selbst fabrizierten Bestimmungen von dieser Verpflichtung abzuweichen." Mohammed Dschawad Sarif, Außenminister Iran

Krise nach Angriffen auf Ölanlagen

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch gesagt: "Wenn es nach mir ginge, würde ich sie herkommen lassen." Pompeo hat den Iran direkt für die Angriffe auf wichtige Ölanlagen in Saudi-Arabien verantwortlich gemacht, zu denen sich zuvor die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen bekannt hatten. Sie werden vom Iran unterstützt. Trump will wegen der Angriffe die Sanktionen gegen den Iran "bedeutend verstärken". Teheran hat die US-Vorwürfe zurückgewiesen und jede Beteiligung bestritten.

Treffen von Ruhani und Trump unwahrscheinlich

Die mehrtägige Generaldebatte der UN-Vollversammlung beginnt am kommenden Dienstag mit einem Bericht des UN-Generalsekretärs. Ruhanis Rede ist für Mittwoch geplant. Ein zeitweise für möglich gehaltenes Treffen Ruhanis mit Trump am Rande der UN-Vollversammlung gilt inzwischen jedoch als unwahrscheinlich.