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Streit um Brexit: Britische Politikerinnen werden massiv bedroht | BR24

© pa/dpa/Rob Pinney

Die konservative britische Politikerin Anna Soubry

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    Streit um Brexit: Britische Politikerinnen werden massiv bedroht

    Britische Parlamentarierinnen werden im Zuge des Brexits so massiv beschimpft und mit ihrem Leben bedroht, dass einige umziehen und Bodyguards anstellen mussten. Die Polizei warnt einzelne Frauen, sich alleine in der Öffentlichkeit zu zeigen.

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    Die Angriffe reichen von Beschimpfungen über Nazi-Schmierereien bis hin zu Morddrohungen: Wie britische Medien berichten, sind Parlamentarierinnen in Großbritannien im Zuge der Brexit-Verhandlungen übelsten Attacken ausgesetzt. Einige sahen sich gezwungen, umzuziehen und Leibwächter anzustellen.

    "Hören Sie damit auf oder ich werde ihre Kinder und Enkel töten"

    Zu den bedrohten Frauen gehört auch die EU-freundliche Anna Soubry von den regierenden Konservativen, die von Brexit-Anhängern als "Nazi" vor dem Parlament beschimpft worden und auch telefonisch Todesdrohungen erhalten hat. Die Labour-Abgeordnete Yvette Cooper, die einen No Deal verhindern will, soll noch stärker unter Druck gesetzt worden sein. Ein 59-Jähriger hat laut "Times" zu der Politikerin gesagt: "Hören Sie damit auf oder ich werde ihre Kinder und Enkel töten." Labour-Abgeordnete Paula Sherriff musste laut "Daily Mail" bereits seit Monaten immer wieder Hakenkreuze an ihrer Bürotüre vorfinden.

    Einige können kaum mehr alleine das Haus verlassen

    Durch die Übergriffe sollen sich einige Politikerinnen bei entscheidenden Abstimmungen so unter Druck gesehen haben, dass sie ihre Position änderten. Wie die "Times" weiter berichtet, hat die Polizei nun einzelnen Frauen geraten, nicht in Parks in ihrer Nähe zu joggen, nicht nachts allein zu reisen oder selbst Auto zu fahren.