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Streik in Portugal: Mitten in der Ferienzeit geht der Sprit aus | BR24

© dpa/Bildfunk

Portugal, Lissabon: Polizisten mit Motorrädern warten vor einem Tanklager darauf, eine Lastwagenkolonne zu begleiten.

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Streik in Portugal: Mitten in der Ferienzeit geht der Sprit aus

Mitten in der Sommersaison geht den Tankstellen in Portugal der Sprit aus. Die Fahrer von Gefahrgut-Lastwagen sind zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten in einen unbefristeten Streik getreten. Das betrifft besonders Urlauber.

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Mitten in der Sommersaison geht den Tankstellen in Portugal der Sprit aus. Die Fahrer von Gefahrgut-Lastwagen sind zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten in einen unbefristeten Streik getreten. Sie fordern unter anderem höhere Gehälter.

Lange Schlangen an Tankstellen

Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa rief den Energienotstand aus. Offiziell dürfen demnach Pkw nur noch 25 Liter und Lkw nur noch 100 Liter tanken. An manchen Tankstellen wurde der Verkauf noch stärker eingeschränkt. Vielerorts bildeten sich lange Schlangen, andere Tankstellen hatten ganz zu, weil sie bereits kein Benzin mehr haben.

Weil viele Autofahrer in Erwartung des Ausstandes schon am Wochenende vollgetankt hatten, hatten nach Angaben eines Nutzerportals fast 15 Prozent der rund 3.000 Tankstellen im Land kein Benzin oder keinen Diesel mehr. Militär, Rettungskräfte wie der Zivildienst, Polizei und Feuerwehr sowie Flughäfen und Häfen sollten weiter zu 100 Prozent bedient werden.

Urlaubsregion Algarve besonders stark betroffen

Besonders stark betroffen sei die südliche Region Algarve, in der gerade zahlreiche Touristen Ferien machten: Viele Autofahrer seien von dort ins nahe gelegene Spanien gefahren, um zu tanken, schrieb die spanische Zeitung "El Mundo". Die Regierung setzte zudem die Polizei ein, um einige Tankstellen trotz des Streiks mit Kraftstoff zu versorgen. Ein Konvoi von Tanklastern verließ am Morgen unter Polizeischutz ein Tanklager in Aveiras am Rande der Hauptstadt Lissabon.

Mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen

Die Gewerkschaften fordern neben mehr Geld auch bessere Arbeitsbedingungen für die Fahrer. Die Verhandlungen waren in den vergangenen Wochen ergebnislos geblieben. "Wir werden einen Tag, eine Woche, einen Monat weitermachen, so lange wie nötig", zitierte die Zeitung "Público" einen Sprecher der Vertretung der Gefahrgutfahrer. Bereits im April hatte ein Streik der Fahrer in Portugal zu erheblichen Problemen geführt.