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Straßenschlachten in Stuttgart: Randalierer verwüsten Innenstadt | BR24

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Bei schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei haben gewalttätige Kleingruppen in der Stuttgarter Innenstadt gewütet und mehrere Beamte verletzt. Die Situation sei laut einem Polizeisprecher völlig außer Kontrolle geraten.

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Straßenschlachten in Stuttgart: Randalierer verwüsten Innenstadt

Bei Straßenschlachten mit der Polizei haben in der Nacht dutzende Kleingruppen in der Stuttgarter Innenstadt randaliert und mehrere Beamte verletzt. Politiker aus Baden-Württemberg verurteilten die nächtlichen Randale aufs Schärfste.

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In der Stuttgarter Innenstadt ist es vergangene Nacht zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen gekommen. Mehrere Polizisten wurde verletzt. "Die Situation ist völlig außer Kontrolle", sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen. Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesland waren nach Stuttgart beordert worden, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen.

Ausschreitungen und Plünderungen in der Innenstadt

Beamte wurden demnach mit Pflastersteinen beworfen, außerdem wurden Scheiben von Geschäften eingeschlagen und Kassen geplündert. Zentrum der Ausschreitungen war der Stuttgarter Schlossplatz und die Königstraße. Im Kurznachrichtendienst Twitter kursierten Videoaufzeichnungen von jungen Männern, die gegen Schaufensterscheiben von Geschäften traten oder Pflastersteine aus dem Boden rissen. Der Polizeisprecher sagte: "Es wurde richtig randaliert." Eine ganze Reihe von Geschäften seien betroffen gewesen, zudem Fahrzeuge.

Hunderte Randalierer attackieren Polizei

Nach Angaben der Polizei waren zahlreiche gewalttätige Kleingruppen unterwegs, von mehreren Hundert Personen war die Rede. Wie viele Polizisten bei den Auseinandersetzungen verletzt wurden ist derzeit nicht bekannt. 20 Personen wurden vorläufig festgenommen. Zur Sicherheit bleibe die Polizei mit einem Großaufgebot in der Innenstadt präsent, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Parallel dazu werden Spuren gesichert und die Festgenommenen verhört.

Drogenkontrolle als Auslöser

Wie ein Polizeisprecher am Vormittag mitteilte, hatten die Ausschreitungen ihren Ursprung im Schlossgarten. Feiernde hatten sich dort mit einem Verdächtigen solidarisiert, der von der Polizei wegen eines mutmaßlichen Drogendeliktes kontrolliert worden war. Die Feiernden attackierten die Polizisten und zogen anschließend weiter in Richtung Schlossplatz.

Bereits zuvor Randale in Stuttgart

Auch an vergangenen Wochenenden war es immer wieder zu Auseinandersetzungen von überwiegend jungen Menschen mit der Polizei gekommen - allerdings nicht in dem Ausmaß. Die Polizei äußerte sich zunächst nicht dazu, ob die Drahtzieher der jüngsten Zerstörungen polizeibekannten Szenen zuzurechnen sind. Vor einigen Tagen hatte die Stuttgarter Polizei nach Vorfällen am Rande einer Demonstration von Grenzüberschreitungen gesprochen.

Politiker verurteilen Krawalle scharf

Politiker aus Baden-Württemberg haben mit Entsetzen auf die gewaltsamen Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt reagiert. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sprach auf Twitter von einem traurigen Sonntag: "Ich bin schockiert von dem Ausbruch an Gewalt, von den Angriffen auf die Polizei und den Zerstörungen in unserer Stadt."

Innenminister Thomas Strobl (CDU) bescheinigte den Ausschreitungen eine "nie da gewesenen Qualität". Man werde mit allen Mitteln des Rechtsstaats gegen die Täter vorgehen.

FDP- und SPD-Fraktion kündigten eine Sondersitzung des Innenausschusses im Landtag für kommende Woche an. Strobl müsse dort ausführlich über die kriminelle Gewalt und seine Maßnahmen zum Schutz von Gesellschaft und Polizei berichten, forderte FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke.

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Bei Straßenschlachten mit der Polizei haben in der Nacht dutzende Kleingruppen in der Stuttgarter Innenstadt randaliert und mehrere Beamte verletzt. Politiker aus Baden-Württemberg verurteilten die nächtlichen Randale aufs Schärfste.

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