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Strache stellt Anzeige in München wegen "Ibiza-Video" | BR24

© dpa-Bildfunk

Szene aus dem Ibiza-Video

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Strache stellt Anzeige in München wegen "Ibiza-Video"

Der frühere FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat im Fall des heimlich gefilmten "Ibiza-Videos" auch Anzeige in München erstattet. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft. Die Anzeige richtet sich gegen die Verantwortlichen des Videos.

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Heinz-Christian Strache hat im Fall des heimlich gefilmten "Ibiza-Videos" nun auch Anzeigen in Deutschland gestellt. Wie die Staatsanwaltschaft München bestätigte, ist eine schriftliche Anzeige des ehemaligen FPÖ-Chefs gegen alle Personen eingegangen, "die für die Herstellung, Verbreitung und Veröffentlichung des sogenannten Ibiza-Videos mitwirkend verantwortlich sind."

Die Staatsanwaltschaft prüft nun den Verdacht. Dabei soll es sich um die Straftatbestände "Zugänglichmachen von Bildaufnahmen, die geeignet sind, dem Ansehen der abgebildeten Person erheblich zu schaden", und "Zugänglichmachen von höchstpersönlichen Bildaufnahmen" handeln.

Auch die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte den Eingang einer Anzeige gegen Personen, die an der Herstellung und Verbreitung des Videos beteiligt gewesen sein sollen.

"Ibiza-Video" löste Regierungskrise aus

Strache musste nach der Veröffentlichung des "Ibiza-Videos" durch das Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel" und der in München erscheinenden "Süddeutsche Zeitung" von seinen politischen Ämtern zurücktreten; außerdem zerbrach die gesamte rechtskonservative Regierung in Österreich.

Strache ist auf dem heimlich gefilmten Video im Gespräch über mögliche Formen politischer Einflussnahme mit einer vermeintlichen russischen Investorin zu sehen. Das Video wurde im Sommer 2017 auf Ibiza aufgenommen.

Erstellung des "Ibiza-Video": Drei Personen als "Mittäter" beschuldigt

Bereits vor einigen Tagen hatte Strache in Wien Anzeige gegen drei Personen erstattet, die direkt an der Erstellung des Videos und der gesamten Falle auf der spanischen Insel beteiligt gewesen sein sollen.

Den in einer Erklärung von Straches österreichischem Anwalt als "mögliche Mittäter" bezeichneten Personen wurden in der Anzeige Täuschung, Urkundenfälschung, Missbrauch von Ton- und Abhörgeräten sowie Verdacht der Datenverarbeitung in Gewinn- und Schädigungsabsicht vorgeworfen.

Video: Insider gibt Hinweise zu den Urhebern des Ibiza-Videos

© BR

Sascha Wandl ist Insider: 27 Jahre lang arbeitete er in der Sicherheitsbranche. Jetzt liefert er Hinweise zu den Urhebern des Ibiza-Videos - es geht um zwei ehemalige Mitarbeiter.