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Damit die Kuh weniger rülpst | BR24

© pa/dpa/Felix Hörhager

Kuh auf einer Wiese am Irschenberg auf einer Wiese vor dem Panorama der Alpen

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    Damit die Kuh weniger rülpst

    Forscher haben den Mechanismus eines Moleküls entschlüsselt, das bei Kühen und anderen Wiederkäuern den klimaschädlichen Methan-Ausstoß senkt. Das berichten Wissenschaftler der US-nationalen Akademie der Wissenschaften.

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    Das Molekül 3-Nitrooxypropanol (3-NOP), das dem Tierfutter beigemischt werden kann, wirkt demnach direkt auf die Mikroorganismen ein, die im Verdauungstrakt der Tiere das Methan bilden. Es hemmt die Mikroorganismen und inaktiviert ein Enzym, das für die Methanbildung zuständig ist. Dadurch müssten die Tiere letztlich weniger rülpsen, sagte Rudolf Thauer vom Marburger Max-Planck-Institut.

    Weltweit versuchen Thauer zufolge viele Firmen und Forschungsprojekte den Methan-Ausstoß durch Wiederkäuer zu reduzieren. Es sei nicht nur ein klimaschädliches Gas, sondern verschwende zudem eine gewisse Energiemenge des Futters. Ein Teil der Kalorien verschwinde als Methan und stehe der Kuh nicht mehr zur Verfügung. Man könne die Methan-Bildung der Mikroorganismen "nicht zu 100 Prozent eliminieren, aber bis zu 50 Prozent".

    Bisherige Versuche wenig erfolgreich

    Laut Gerhard Breves, Leiter des Physiologisches Instituts an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, waren bisherige Versuche, die Methanbildung zu hemmen, wenig erfolgreich. Das nun vorgestellte Ergebnis der Studie könne er nicht bewerten.

    Methan klimaschädlicher als Kohlendioxid

    Methan ist pro Molekül gesehen wesentlich schädlicher für das Klima als Kohlendioxid. Die FAO, die Lebensmittel- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen, geht davon aus, dass die Viehhaltung weltweit für 14,5 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich ist - das ist ähnlich viel wie der Klimagas-Ausstoß von Fahrzeugen und Flugzeugen zusammen.