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Stiftung Warentest: Teure Navis fahren am besten | BR24

© picture alliance/Photoshot

Stiftung Warentest: Teure Navis fahren am besten

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    Stiftung Warentest: Teure Navis fahren am besten

    Navigationsgeräte sind aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Die Stiftung Warentest hat jetzt sieben mobile Navigationsgeräte und 13 Navi-Apps fürs Smartphone gegeneinander antreten lassen und dabei einen knappen Sieger gefunden.

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    Stiftung Warentest hat Navigationsgeräte getestet - 7 mobile Navigationsgeräte und 13 Navi-Apps. Die sieben Testgeräte stammen allesamt von den beiden Platzhirschen auf dem Markt: TomTom und Garmin. Auch im Smartphone-Markt hat TomTom eine App-Version seiner Software am Start. Das Unternehmen verlangt dafür eine Jahresgebühr von 20 Euro. Die App-Konkurrenz wie zum Beispiel Google-Maps, Here, oder Waze bietet ihre Produkte kostenlos an. Bei den Saugnapf-Navis reicht die Preisspanne von rund 160 bis 380 Euro.

    Navi-Apps vier Mal so schnell wie klassische Navis

    Die große Überraschung: die meisten Navi-Apps sind deutlich schneller als die Saugnapf-Navigationsgeräte, obwohl auf denen die Software fest installiert ist und die Apps sich die Daten jedes Mal in Echtzeit aus dem Netz holen müssen. Für eine Teststrecke von 100 Kilometern brauchen die Saugnapf-Navis etwa acht bis 13 Sekunden, die Apps schaffen das durchweg in drei bis vier Sekunden.

    Google ist der beste Lotse

    Beim wichtigsten Test-Kriterium, der Navigation, schneiden alle Varianten durch die Bank mit erfreulichen Ergebnissen ab. Egal ob Navi oder App - die Software lotst die Nutzer zuverlässig und ohne Probleme ans Ziel. Die Tester vergeben hier für fast alle Varianten die Note gut. Mit dem Testergebnis von 1,7 führt die App von Google Maps in dieser Kategorie das Feld an.

    Kabelsalat bei den Navi-Geräten

    Die Stau-Prognosen und Umfahrungs-Empfehlungen sind bei den Apps dank der Echtzeit-Daten sehr genau und funktionieren problemlos. Bei den Offline-Navis funktionieren diese Verkehrsdienste nur mit einer extra Sim-Card oder dem TMC-Service. Dafür benötigen die meisten Geräte ein zusätzliches Kabel oder eine Antenne.

    Dann klappt, die Stau-Prognose inklusive Umfahrungs-Empfehlung ähnlich gut wie bei den Apps, der zusätzliche Kabel-Salat am Gerät macht die Nutzung aber etwas unkomfortabler.

    Funklöcher das größte Problem für die Navi-Apps

    Der größte Vorteil der Smartphone-Apps, die Echtzeit-Datenverarbeitung, ist zugleich ihr größter Nachteil, meint die Stiftung Warentest:

    "Die Apps funktionieren nur, solange eine stabile, schnelle Internet-Verbindung vorhanden ist. Bei einem Funkloch fällt die App aus. Außerdem kann der konstante Datenverbrauch der Apps zu einem enorm hohen Monatsvolumen führen." Sandra Schwarz, Stiftung-Warentest-Redakteurin

    Beim Kriterium Datenverbrauch liegen daher die Navis mit fest eingebauter Routensoftware mit Abstand vorne. Auch in den Kategorien Handhabung und Vielseitigkeit lassen sie die App-Konkurrenz hinter sich.

    Das teuerste Navi ist auch das beste

    Der Testsieger, erklärt Sandra Schwarz, kommt daher auch aus der Riege der Stand-Alone-Navigationsgeräte:

    "Das TomTom-Navi 'Go 6200' schneidet bei unserem Test am besten ab. Es hat eine Sim-Karte mit an Bord - das Datenabrufen für Live-Verkehrsdienste kostet also nichts extra. Das Navi ist außerdem einfach in der Handhabung und liefert gute Ergebnisse beim Navigieren." Sandra Schwarz, Stiftung-Warentest-Redakteurin

    Mit rund 380 Euro ist es zwar das teuerste Gerät im Test, für Vielfahrer aber dennoch die beste Wahl, so die Empfehlung der Stiftung Warentest. Wer nicht ganz so viel ausgeben möchte, kann mit dem Garmin "Drive Smart 5" für rund 160 Euro einiges an Geld sparen, muss dann allerdings mit einer deutlich langsameren Performance rechnen. Gelegenheitsnutzer sind mit einer der kostenlosen Apps gut bedient.