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Stichwahlen in NRW: Erfolge für SPD und CDU, Grüne überraschen | BR24

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Die "Herzkammer" Dortmund bleibt rot, in das Düsseldorfer Rathaus zieht ein Christdemokrat ein: SPD und CDU können bei den Kommunal-Stichwahlen in NRW Erfolge verbuchen. Am lautesten jubeln dürften aber die Grünen.

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Stichwahlen in NRW: Erfolge für SPD und CDU, Grüne überraschen

Die "Herzkammer" Dortmund bleibt rot, in das Düsseldorfer Rathaus zieht ein Christdemokrat ein: SPD und CDU können bei den Kommunal-Stichwahlen in NRW Erfolge verbuchen. Am lautesten jubeln dürften aber die Grünen.

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  • tagesschau.de

Bei den Oberbürgermeister-Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen haben SPD und CDU in den beiden am stärksten umkämpften Städten jeweils einen Erfolg erzielt.

Die SPD verteidigte ihre "Herzkammer" Dortmund. Hier setzte sich Thomas Westphal mit 52 Prozent der Stimmen durch. Das Duell in der größten Stadt des Ruhrgebiets war mit Spannung verfolgt worden: CDU-Mann Andreas Hollstein hatte im ersten Wahlgang zwar rund zehn Prozentpunkte Abstand zu Westphal. Doch die in Dortmund deutlich gestärkten Grünen - im ersten Wahlgang noch mit eigener Kandidatin - hatten für diesen Sonntag eine Wahlempfehlung für Hollstein abgegeben und mit ihrem Wunsch nach einem Politikwechsel im Rathaus begründet. Seit 1946 stellt die SPD in Dortmund permanent den Oberbürgermeister.

CDU-Mann Keller zieht ins Düsseldorfer Rathaus ein

Die CDU eroberte das Rathaus in Düsseldorf zurück und stellt nun erstmals wieder in der Landeshauptstadt eines großen deutschen Flächenlandes den Oberbürgermeister. CDU-Politiker Stephan Keller gewann die Stichwahl gegen Amtsinhaber Thomas Geisel von der SPD. Der 50-Jährige Stadtdirektor von Köln lag bei 64 Prozent. Geisel kam auf 44 Prozent. Er gestand seine Niederlage ein und beglückwünschte seinen Herausforderer. Sechs Jahre nach der Übernahme durch die SPD kommt das Oberbürgermeister-Amt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt damit wieder in CDU-Hand.

CDU-Erfolge auch in Oberhausen, Münster und Mülheim

Weitere Erfolge verbuchte die CDU in der Ruhrgebietsstadt Oberhausen und im bürgerlichen Münster: Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz bekam 62,1 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Thorsten Berg (SPD) lediglich 37,9 Prozent. Oberhausen war jahrzehntelang eine Hochburg der SPD. Die Studentenstadt Münster wird ebenfalls weiterhin von einem CDU-Politiker regiert: Markus Lewe behauptete sich in der Stichwahl mit 52,6 Prozent der Stimmen gegenüber dem Grünen-Kandidaten Peter Todeskino.

In ihrer Heimatstadt Mülheim musste die frühere niedersächsische Umweltministerin Monika Greifahn (SPD) eine Niederlage einstecken: Hier setzte sich CDU-Mann Marc Buchholz mit 56,9 Prozent der Stimmen durch. Der bisherige OB, Ulrich Scholten (SPD), war nicht wieder angetreten. Die CDU hatte zuletzt vor 18 Jahren den Rathauschef gestellt.

Reker bleibt OB in Köln

In der einzigen nordrhein-westfälischen Millionenstadt Köln bleibt die parteilose Amtsinhabern Henriette Reker Oberbürgermeisterin. Sie liegt mit mehr als 60 Prozent uneinholbar vor ihrem SPD-Herausforderer Andreas Kossiski. Reker war im Wahlkampf von den Grünen und der CDU unterstützt worden.

Grüne Bürgermeister in drei Städten

Grünen-Politiker Uwe Schneidewind wurde zum neuen Oberbürgermeister von Wuppertal gewählt. Der 54-jährige gemeinsame Kandidat von Grünen und CDU setzte sich gegen Amtsinhaber Andreas Mucke (SPD) mit 53,5 Prozent der Stimmen durch. In der früheren Bundeshauptstadt Bonn setzte sich die Grüne Katja Dörner mit 56,3 Prozent gegen den CDU-Amtsinhaber Ashok-Alexander Sridharan druch, der auf 43,7 Prozent kam.

Auch die Heimatstadt von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird grün: Aachen bekommt mit Sibylle Keupen erstmals eine grüne Oberbürgermeisterin (67,4 Prozent der Stimmen). CDU-Kandidat Harald Baal kam auf 32,6 Prozent.

Stichwahlen in 128 Kommunen

In den meisten Kommunen war die Entscheidung bereits am 13. September gefallen, da dort ein Kandidat oder eine Kandidatin die im ersten Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit holte. Stichwahlen um die Oberbürgermeister-, Bürgermeister- und Landrats-Posten waren in 128 Kommunen notwendig geworden.

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