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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Guido Bergmann

Erftstadt ist vom Hochwasser besonders hart getroffen worden. Große Teile der Stadt sind verwüstet. Bundespäsident Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Laschet besuchten den Ort heute.

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"Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz"

Erftstadt in Nordrhein-Westfalen ist besonders schwer vom Hochwasser betroffen. Bei einem Besuch hat Bundespräsident Steinmeier den Menschen seine Anteilnahme ausgesprochen. Ministerpräsident Laschet versprach Direkthilfen für sein Land.

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  • BR24 Redaktion

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich gemeinsam mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ein Bild von der Hochwasserlage in Nordrhein-Westfalen gemacht. "Wir trauern mit denen, die Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder verloren haben. Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz", sagte Steinmeier bei einem Besuch im Erftstadt westlich von Köln. Die Stadt war besonders schwer von Sturzflut und Hochwasser getroffen worden.

Steinmeier über Hochwasser: Viele haben alles verloren

Bei seinem Besuch sprach Steinmeier zusammen mit Betroffenen und Einsatzkräften. "Viele haben alles verloren, was sie sich ihr Leben lang aufgebaut haben", sagte der Bundespräsident. Er dankte den Einsatzkräften und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltungen, die die Einsatzleitung geschultert hätten.

"Das Wasser geht zurück, aber möglicherweise wird es in den nächsten Tagen sichtbar werden, welche Schäden bleiben", sagte Steinmeier. Er mahnte: Die Menschen vertrauten darauf, dass die Solidarität auch dann bestehen bleibe, wenn das Thema nicht mehr die Schlagzeilen dominiere. "Die Unterstützungsbereitschaft, sie muss anhalten, im Großen wie im Kleinen." Vielen Menschen in den Hochwassergebieten sei "nichts geblieben außer ihrer Hoffnung. Und diese Hoffnung dürfen wir nicht enttäuschen", sagte Steinmeier.

Laschet verspricht nach Hochwasser schnelle Unterstützung

Ministerpräsident Armin Laschet bezeichnete das Hochwasser als Jahrhundertkatastrophe. Er versprach, dass das Land Nordrhein-Westfalen "alles dafür tun" werde, um Direkthilfe für die Betroffenen zu organisieren. Es werde "sehr unbürokratisch Geld ausgezahlt", sagte der Unions-Kanzlerkandidat.

Danach müsse strukturell geholfen werden, alles wiederaufzubauen. Er sei froh, dass sowohl der Bund als auch die anderen Länder Unterstützung zugesagt hätten, erklärte Laschet. Land und Kommunen könnten dies nicht allein stemmen.

Für Empörung in den sozialen Medien sorgte, dass Laschet während der Rede von Steinmeier im Hintergrund zusammen mit Umstehenden lachte. "Ich bin wirklich sprachlos", schrieb SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Samstagnachmittag auf Twitter. SPD-Vizechef Kevin Kühnert twitterte: "eine Frage des Charakters".

Merkel am Sonntag in Schuld

Die Bundesregierung will innerhalb weniger Tage umfangreiche Finanzhilfen für die Hochwasser-Geschädigten vorbereiten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Sonntagnachmittag zusammen mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in dem besonders betroffenen Eifeldorf Schuld über das Ausmaß der Schäden informieren. Am Montag will Bundesinnenminister Horst Seehofer die Katastrophengebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz besuchen.

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