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Steinmeier ruft im Kampf gegen Corona zu mehr Homeoffice auf | BR24

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Rainer Dulger (BDA) und Reiner Hoffmann (l) vom DGB

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Steinmeier ruft im Kampf gegen Corona zu mehr Homeoffice auf

Im Kampf gegen Corona soll das Arbeiten von zu Hause eine größere Rolle spielen, fordern immer mehr Stimmen. Nun will sich auch Bundespräsident Steinmeier für mehr Homeoffice stark machen - im Bündnis mit Gewerkschaften und Arbeitgebern.

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  • BR24 Redaktion

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zum häufigeren Arbeiten von zu Hause aus aufrufen. Einen gemeinsamen Appell zur stärkeren Nutzung des Homeoffices in Zeiten der Pandemie will das Staatsoberhaupt mit DGB-Chef Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger an diesem Freitag vorstellen. Diese forderten in einem gemeinsamen Appell bereits im Vorfeld, Homeoffice-Tätigkeiten zu intensivieren. Kontakte müssten weiter eingeschränkt und die Mobilität verringert werden - "Arbeiten im Homeoffice trägt dazu bei." Es könne hier "noch mehr getan werden - wobei hier Arbeitgeber, Beschäftigte und Betriebsräte gemeinsam in der Pflicht stehen, diese Möglichkeit verantwortungsvoll zu nutzen".

"Wir bleiben zu Hause"-Aktion soll untermauert werden

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten die Wirtschaft bei ihren Beratungen Anfang Januar "dringend gebeten", großzügige Homeoffice-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz "Wir bleiben zu Hause" umsetzen zu können. Inzwischen gibt es aber eine Diskussion über zusätzliche Vorgaben, um dies stärker durchzusetzen - auch, um Gedränge in Bussen und Bahnen im Berufsverkehr zu vermeiden.

Diskussion um Homeoffice-Pflicht entbrannt

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt etwa forderte, dort, wo es möglich sei, eine Pflicht für Arbeitgeber, Beschäftigten Homeoffice zu erlauben. In der Wirtschaft stoßen strengere Regelungen auf Ablehnung. Unternehmen müssten stärker in die Corona-Auflagen einbezogen werden, forderte nun auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. "Wir sollten das Homeoffice verpflichtend machen - dort, wo es geht", so Lauterbach in einem Zeitungsinterview.

Die Unternehmen selbst seien gut beraten, ihren Beitrag zu leisten, um den Lockdown erfolgreich zu Ende zu bringen, meinte Lauterbach. "Andernfalls können wir irgendwann gezwungen sein, auch Betriebe zu schließen. Möglicherweise müssten wir sogar an die Industrieproduktion heran." Das könne niemand wollen.

Kritik an Diskussionsvorschlägen aus der Wirtschaft

Der CDU-Wirtschaftsrat warnte vor einem vollständigen Herunterfahren der Wirtschaft. "Wenn wie im vergangenen Frühjahr die globalen Lieferketten durch einen Lockdown erneut unterbrochen werden, droht eine tiefe Wirtschaftskrise mit Massenarbeitslosigkeit", sagte die Präsidentin des Wirtschaftsrates, Astrid Hamker. Zudem fordert der Verband klare Perspektiven und einen konkreten Fahrplan für den stationären Handel.

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