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Steinmeier mahnt zur Solidarität in der Corona-Krise | BR24

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den verschärften Lockdown verteidigt. "Die Lage ist bitterernst", sagt der Bundespräsident in einer Erklärung zu den neuen Beschränkungen.

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Steinmeier mahnt zur Solidarität in der Corona-Krise

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an die Bundesbürger appelliert, mit Solidarität zur Überwindung der Corona-Pandemie beizutragen. Jeder müsse sich fragen, was er tun könne, die bisherigen Anstrengungen reichten noch nicht aus.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Rüdiger Hennl

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Deutschen zur Solidarität in der Corona-Krise aufgerufen. "Die kommenden Wochen sind eine Prüfung für uns alle", sagte Steinmeier in einer kurzen Ansprache in Berlin. Die kommenden Wochen würden für viele Menschen eine belastende Zeit, betonte der Bundespräsident: "Die Einschränkungen gefährden wirtschaftliche Existenzen, machen einsam und drücken aufs Gemüt."

"Wir wissen, was zu tun ist"

Deutschland sei jedoch "ein starkes Land, weil in dieser schweren Krise so viele Menschen füreinander da sind und über sich hinauswachsen", so Steinmeier. Zu dieser Anstrengung müsse aber jeder beitragen:

"Jeder und jede muss sich fragen: "Was kann ich zusätzlich tun, um mich und andere zu schützen?". Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

"Wir sind dem Virus nicht schicksalhaft ausgeliefert", sagte der Bundespräsident, es liege an jedem einzelnen, zu handeln - "und wir wissen, was zu tun ist". Ziel müsse es sein, die Infektionszahlen so schnell wie möglich zu senken und auf niedrigem Niveau zu halten.

"Bisherige Anstrengungen reichen nicht aus"

Ausdrücklich unterstützte Steinmeier die von Bund und Länder beschlossenen Maßnahmen zu einem harten Lockdown ab Mittwoch. Die Lage sei "bitterernst", es gebe tausende Tode in einer Woche. Ohne weitere Einschnitte gehe es nicht. Wenn sich Tag für Tag Zehntausende mit dem gefährlichen Coronavirus ansteckten, Hunderte stürben und Ärzte und Pfleger an der Belastungsgrenze seien, reichten die bisherigen Anstrengungen nicht aus.

"Unsere bisherigen Anstrengungen im Kampf gegen die Pandemie reichen nicht aus, wir müssen noch konsequenter handeln." Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Das gelte auch für das politische Handeln auf allen Ebenen. Die Kontakte müssten radikal begrenzt werden, das müsse schnell und umfassend geschehen, "es darf nicht so weit kommen, dass unser Gesundheitssystem kollabiert".

"Weihnachten wird anders als erhofft"

Mit Blick auf die bevorstehenden Weihnachtstage forderte Steinmeier die Bürger auf, Verzicht zu üben. "Wir werden Weihnachten und Neujahr anders feiern, als wir gehofft hatten. Feiern lassen sich nachholen, über Geschenk freuen sich Freunde und Verwandte auch später noch." Jetzt gehe es darum, Gesundheit zu erhalten und Leben zu retten

Zugleich betonter der Bundespräsident, dass es auch Gründe für Zuversicht gebe: So sei man mit den Behandlungsmöglichkeiten weiter als zu Beginn der Pandemie. Noch im Dezember könnten die ersten Impfstoffe zugelassen werden und gleich nach Neujahr mit den Impfungen begonnen werden.

"Pandemie wird uns die Zukunft nicht rauben"

An alle gewandt, die am liebsten nichts mehr von Corona hören wollten, sagte Steinmeier: "Lassen Sie uns an die Gefährdeten denken, die Erkrankten, diejenigen, die auf den Intensivstationen um ihr Leben kämpfen." Ärzte und Pfleger kämpften bis zur Erschöpfung gegen das Virus und setzten dabei auch ihre eigene Gesundheit aufs Spiel, betonte der Bundespräsident. Mit Zusammenhalt werde Deutschland die Pandemie meistern können:

"Die Pandemie wird uns die Zukunft nicht rauben. Wir werden diese Krise überwinden. Das muss gelingen und es wird gelingen." Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

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