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Hotel "JW Marriott" in Bangkok, Thailand, Asien
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Hotel "JW Marriott" in Bangkok, Thailand, Asien

Der Hotelkette Marriott sind Daten von bis zu einer halben Milliarde Gäste der Tochtermarke Starwood gestohlen worden. Das hat das Unternehmen selbst mitgeteilt. Im Fall von 327 Millionen Hotelgästen gehe es um Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen, Anschriften, Passnummern, Geburtsdatum und den Aufenthaltszeitraum.

Bei einigen weiteren Gästen seien auch verschlüsselte Kreditkarten-Daten erbeutet worden. Zudem kann Marriott bisher nicht ausschließen, dass auch die zur Entschlüsselung nötigen Dateien gestohlen worden seien. Die Masche der Datendiebe klingt relativ simpel: Wie Marriott mitteilte, sollen die Unbekannten Informationen des Gäste-Reservierungs-Dienstes kopiert und entziffert haben.

Zu den Starwood-Marken gehören auch Sheraton und Le Méridien

Erste Hinweise auf einen Angriff auf die Starwood-Datenbank seien Anfang September entdeckt worden. Am 19. November hatte Marriott nach eigenen Angaben dann Gewissheit über die Hacker-Attacke - und darüber, dass die eigene Sicherheitslücke bereits seit 2014 existierte. Die IT-Systeme sollen nun ausgemustert werden. Außerdem hat das Unternehmen die Behörden über den Datenklau informiert und will auch die Regulierer unterrichten.

Zu den Starwood-Häusern gehören unter anderem Westin, Sheraton, Le Méridien, St. Regis und W Hotels. Marriott hatte Starwood 2016 für mehr als 13 Milliarden Dollar gekauft.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Hacker-Attacken mit hunderten Millionen Betroffenen gegeben - unter anderem bei den Internet-Konzernen Yahoo und Ebay.