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Starke regionale Unterschiede | BR24

© pa/dpa/Sebastian Willnow

Alte Hände mit Geld

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    Starke regionale Unterschiede

    Deutschland altert regional sehr unterschiedlich. Um für die Zukunft planen zu können, hat der Deutsche Caritasverband eine Studie erstellen lassen, wie sich in Städten und Landkreisen jeweils die Bevölkerung zusammensetzt. Von Klaus Boffo

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    Es gibt Städte und Landkreise, in denen heute schon jeder vierte Einwohner älter als 65 Jahre alt ist. Kurorte zählen dazu, aber auch Gegenden, in denen wohlhabende Ältere gerne ihren Ruhestand verbringen. Nirgends ist die Versorgung mit Pflegeheimplätzen besser – und der Anteil häuslicher Pflege geringer als hier.

    Heterogene Einkommensituation in Ballungszentren

    Ganz anders die urbanen Ballungszentren: hier ist der Anteil älterer Menschen am niedrigsten, sie wandern eher ab als zu. Stark vertreten sind hier die Migranten; auch sie wachsen allmählich in höhere Altersgruppen hinein.

    In Ostdeutschland zeigt sich der demographische Wandel am deutlichsten. Viele junge Menschen sind längst abgewandert, die alten bleiben unter sich. Finanziell geht es den meisten von ihnen noch gut – aber das wird auf Dauer wohl nicht so bleiben.

    Altenhilfe regional höchst unterschiedlich

    Ländliche Gebiete in Westdeutschland verzeichnen zwar ebenfalls eine Alterung, doch trifft hier eine weitgehend noch intakte Familien- und Sozialstruktur mit einer überwiegend guten materiellen Absicherung zusammen. Die Anforderungen an die ambulante und stationäre Altenhilfe, aber auch ihre Möglichkeiten, sind also regional höchst unterschiedlich.

    Und Personalverantwortliche denken beim Stichwort "Demographie" immer auch an die Altersstruktur ihrer Beschäftigen – etwa der Altenpfleger. Deren Arbeit "alternsgerecht" zu gestalten, ist ebenso schwierig wie die Gewinnung motivierter Nachwuchskräfte in Zeiten, da die geburtenschwachen Jahrgänge längst auf dem Ausbildungsmarkt angekommen sind.