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Städtetag: Bund darf sich bei Integration nicht zurückziehen | BR24

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"Was der Bund jetzt vorhat, das auf fünf Jahre abzuschreiben, das glaube ich, ist der falsche Weg, weil wir da in einer völlig falschen Zeitdimension unterwegs sind. " Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städtetag.

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Städtetag: Bund darf sich bei Integration nicht zurückziehen

Nach Meinung des Deutschen Städtetages darf sich der Bund nicht langsam aus der Finanzierung für Flüchtlinge zurückziehen. "Was der Bund vorhat, ist der falsche Weg", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy im Interview mit der Bayern 2-radioWelt.

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"Irgendwann sind Menschen integriert. Nur das, was der Bund jetzt vorhat, das auf fünf Jahre abzuschreiben, das glaube ich, ist der falsche Weg, weil wir da in einer völlig falschen Zeitdimension unterwegs sind."

Schulen, Kitas und Sozialpädagogen kosten Geld

Als zentrale langfristige Aufgaben bei der Integration sieht Dedy, "die Beschulung von Kindern, der Kitabesuch und sicherlich auch der sozialpädagogische Ansatz, der drumherum flankiert ist. Und dafür muss das Geld langfristig planbar vorhanden sein. Und es kann nicht sein, dass der Bund sich da aus der Verantwortung zurückziehen will".

Unterkunftskosten können pro Kopf berechnet werden

Tatsächlich weniger Ausgaben haben die Kommunen laut Dedy dagegen bei den Punkten Unterbringung und Verpflegung. "Das ist ein System, das geht pro Kopf. Also wenn es weniger Menschen sind, die zu uns kommen, dann wird da auch weniger dafür bezahlt. Das ist o.k." Allerdings würden hier 180.000 Menschen geduldet, für die der Bund keinen Cent bezahle und die langfristig auch Integration bräuchten, so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages.