BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Städte wollen Kinder aus Lagern in Griechenland aufnehmen | BR24

© Mohssen Assanimoghaddam / dpa-Bildfunk

Ein junges Flüchtlingsmädchen aus Syrien steht in der türkischen Grenzstadt Edirne am Fluss ·Tunca Nehri· imit einer Puppe in den Händen.

72
Per Mail sharen

    Städte wollen Kinder aus Lagern in Griechenland aufnehmen

    Sieben Oberbürgermeister - ein Appell: In der Debatte über die Aufnahme von Flüchtlingskindern fordern sie, es den Städten zu ermöglichen, freiwillig Flüchtlinge aufzunehmen. Damit steigt der Druck auf die Bundesregierung.

    72
    Per Mail sharen
    Von
    • tagesschau.de

    Sieben deutsche Städte fordern von der Bundesregierung Schritte zur Aufnahme von Kindern aus den griechischen Flüchtlingslagern. "Vor allem den Kindern, deren Eltern in vielen Fällen nicht mehr leben und die alleine in den Flüchtlingslagern untergebracht sind, soll nun sofort geholfen werden", heißt es in einem Appell der Oberbürgermeister, über den das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Die gemeinsame Erklärung solle am Freitag bundesweit veröffentlicht werden und werde auch vom niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) unterstützt, hieß es.

    Bundesregierung soll die rechtlichen Möglichkeiten für die Aufnahme schaffen

    Die Unterzeichner sind demnach neben Pistorius die Oberbürgermeister von Köln, Düsseldorf, Potsdam, Hannover, Freiburg im Breisgau, Rottenburg am Neckar und Frankfurt (Oder). Die Bundesregierung müsse handeln und es deutschen Städten ermöglichen, auf freiwilliger Basis vor allem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzunehmen, fordern sie. Dafür fehlten derzeit noch die rechtlichen Möglichkeiten.

    Im Bündnis "Städte Sicherer Häfen" sind 140 deutsche Städte

    Die Stadtoberhäupter gehören SPD, CDU, Grünen, Linken oder keiner Partei an. In ihrer Erklärung verweisen sie auch auf das Bündnis "Städte Sicherer Häfen". Die darin zusammengeschlossenen 140 Städte hätten sich schon bereiterklärt, Flüchtlingen zu helfen. Pistorius sagte dem RND: "Es ist ein starkes Zeichen der Menschlichkeit, dass so viele Kommunen bereit sind, die Schwächsten der Schwachen aufzunehmen."