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Außenminister Maas: "Srebrenica darf sich niemals wiederholen" | BR24

© picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa

Außenminister Heiko Maas erinnert an die Gräueltaten von Srebrenica. (Archivbild)

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    Außenminister Maas: "Srebrenica darf sich niemals wiederholen"

    Über 8.000 bosnische Männer und Jungen wurden heute vor 25 Jahren in Srebrenica grausam hingerichtet. Das Massaker gilt als erster Völkermord auf europäischem Boden seit 1945. Außenminister Heiko Maas erinnert und mahnt mit eindringlichen Worten.

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    Außenminister Heiko Maas (SPD) hat mit eindringlichen Worten an die Gräueltaten des Massakers von Srebrenica heute vor 25 Jahren erinnert. "Wir sind uns einig: Srebrenica darf sich niemals wiederholen." Wie kein zweiter Ort stehe Srebrenica für die Gräuel und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. "Und das zu Ende des 20. Jahrhunderts mitten in Europa, quasi unter den Augen der Weltöffentlichkeit", so Maas.

    "Am heutigen Tag sind wir mit unseren Herzen und unseren Gedanken bei den Opfern des Völkermords von Srebrenica und ihren Angehörigen", sagte Maas weiter: "Das Gedenken muss Ansporn sein, den Weg der Versöhnung und Aufarbeitung konsequent zu gehen." Nationalistische Tendenzen, wo immer sie uns begegneten, müsste zudem entschieden entgegen getreten werden, betonte der deutsche Außenminister. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnte in einer Videobotschaft für die zentrale Gedenkveranstaltung in Bosnien und Herzegowina Aufarbeitung und Versöhnung an.

    Srebrenica gilt als erster Völkermord in Europa seit 1945

    Am 11. Juli vor 25 Jahren sind in dem Ort in Ostbosnien über 8.000 muslimische Männer und Jungen von serbischen Verbänden ermordet und in Massengräbern verscharrt worden. Noch heute läuft die Suche nach Vermissten. Das Massaker, das während des Bosnienkrieges (1992-1995) verübt worden war, gilt als der erste Völkermord auf europäischem Boden seit 1945.

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat bis heute 16 der Haupttäter verurteilt, fünf von ihnen zu lebenslänglichen Haftstrafen. Die politische und juristische Aufarbeitung dauert weiter an.

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