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Spülmittel statt Apfelsaft: Speiseröhre von Kleinkind verätzt | BR24

© Carlos Sanchez Pereyra

Französisches Sanitätsfahrzeug in Fahrt auf Straße der Ile de France

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    Spülmittel statt Apfelsaft: Speiseröhre von Kleinkind verätzt

    In einem Restaurant in Frankreich hat ein Kleinkind schwere Verätzungen erlitten - als Folge eines unglücklichen Versehens. Dem Mädchen war statt Apfelsaft ein Reinigungsmittel serviert worden.

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    In Frankreich hat ein Kleinkind schwere Verätzungen erlitten, weil ihm in einem Restaurant statt Apfelsaft aus Versehen ein Glas mit Reinigungsmittel serviert wurde. Das 22 Monate alte Mädchen habe die Flüssigkeit am Donnerstag in einem schicken Restaurant im westfranzösischen Pornic geschluckt, wurde am Montag aus Polizeikreisen ein entsprechender Bericht der Zeitung "Ouest-France" bestätigt. Das Mädchen wurde später in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus gebracht.

    Ausschank von Spülmittel als Apfelsaft aus Versehen

    Von der Polizei hieß es, ein Mitarbeiter des Restaurants habe das Spülmittel in einen Getränkekanister gefüllt und auf der Theke vergessen. Ein Kollege habe daher geglaubt, es handele sich um ein Getränk, und habe den Kanister in den Kühlschrank gestellt. Daher sei die gefährliche Flüssigkeit als Apfelsaft ausgeschenkt worden.

    Kleinkind außer Lebensgefahr, aber Verlust der Speiseröhre droht

    In der Folge dieses Missgeschicks kam das Mädchen am Donnerstag mit Schmerzen an Magen und Speiseröhre in die Universitätsklinik Nantes. Der Vater des Kindes sagte "Ouest-France", die Kleine schwebe nicht mehr in Lebensgefahr, werde aber weiter in einem künstlichen Koma gehalten. Das Mädchen drohe wegen der Verätzungen seine Speiseröhre zu verlieren.

    Die Eltern erstatteten wegen "schwerwiegender Nachlässigkeit" Anzeige, die Staatsanwaltschaft Nantes leitete Ermittlungen ein.

    Belegschaft des Restaurants "am Boden zerstört"

    Das Restaurant "La Fontaine aux Bretons" erklärte auf seiner Facebook-Seite, die Belegschaft sei wegen des Vorfalls "am Boden zerstört". Beim gesamten Personal sei eine Revision der Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet worden.