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Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (B90/Die Grünen) fordert, dass auch Kindergärten und Schulen bevorzugt behandelt werden.

Bildrechte: dpa/Bernd von Jutrczenka
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Spiegel will Priorisierung von Schulen und Kitas bei PCR-Tests

Familienministerin Anne Spiegel fordert, dass auch Schulen und Kitas bevorzugt behandelt werden, sollten PCR-Tests noch knapper werden. Diskutiert wird eine Priorisierung von PCR-Tests bislang nur für Pflegepersonal und Risikopatienten.

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BR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Mit Blick auf eine mögliche Priorisierung von PCR-Tests auf das Coronavirus hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (B90/Die Grünen) angemahnt, auch Kindergärten und Schulen bevorzugt zu behandeln. "Sollten zukünftig tatsächlich noch weniger PCR-Tests zur Verfügung stehen, müssen auch Erzieherinnen und Erzieher sowie Kita- und Grundschulkinder Priorität erhalten", sagte Spiegel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

"Verhindern, dass gesunde Kinder unnötig lange von Schule oder Kita ferngehalten werden"

Es brauche genügend PCR-Tests zur Bestätigung von positiven Schnelltests bei Kindern, erklärte die Familienministerin. "Nur so können wir verhindern, dass gesunde Kinder unnötig lange von der Kita oder Schule ferngehalten werden."

Dies gelte auch für Lolli-Pool-Tests, die den sicheren Zugang zur Kita für eine feste Gruppe von Kindern ermöglichen würden. Die Lolli-Pool-Tests trügen auch dazu bei, dass weniger PCR-Tests benötigt würden, denn bei den Pool-Tests könnten mehrere Kinder gleichzeitig durch nur ein PCR-Verfahren getestet werden, sagte Spiegel.

8.000 pädagogische Fachkräfte sollen Kitas und Schulen verstärken

Um auch bei steigenden Corona-Zahlen den Regelbetrieb in Kitas und Schulen sicherzustellen, bot Spiegel Einrichtungen mit besonders angespannter Personalsituation Hilfe vom Bund an. Die fast 8.000 pädagogischen Fachkräfte aus den Bundesprogrammen "Sprach-Kitas" und "Respekt Coaches" könnten "sechs Wochen lang in den Einrichtungen bei der Betreuung der Kinder helfen", sagte Spiegel den Funke-Zeitungen weiter.

"So geben wir den Kitas und Schulen mehr Flexibilität und helfen, Personalengpässe zu überbrücken", erklärte Spiegel. Damit kämen die Einrichtungen besser durch die bevorstehende schwierige Zeit. "Wie wichtig es für unsere Kinder ist, dass Kitas und Schulen möglichst lange offen bleiben, haben uns die Lockdowns in den beiden vergangenen Jahren schmerzlich gelehrt", sagte die Ministerin.

Bestimmte Gruppen sollen bei PCR-Tests Vorrang bekommen

Angesichts der raschen Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante wollen Bund und Länder am Montag über die Corona-Schutzvorschriften beraten (14.00 Uhr). Laut der Beschlussvorlage, die der Nachrichtenagentur AFP vorab vorlag, sollen bestimmte Gruppen bei PCR-Tests Vorrang bekommen.

Weiter zur Verfügung stehen sollen PCR-Tests für das Personal "insbesondere in Krankenhäusern, in Praxen, in der Pflege, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und für Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe", heißt es weiter. Zudem sollen PCR-Tests weiter für Hochrisikopatienten genutzt werden. Schulen und Kitas werden hingegen nicht genannt.

PCR-Test in einem Labor

Bildrechte: dpa Bildfunk/Daniel Bockwoldt

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