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Autos sind bei Unwetter und Hochwasser in Bayern in Schönau im Berchtesgadener Land in Schlamm versunken.

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    So können Sie den Unwetter-Opfern helfen

    Nach dem Westen Deutschlands kämpft nun auch der Süden Bayerns gegen Sturzbäche, Murenabgänge und Hochwasser. Im Berchtesgadener Land stehen Menschen vor den Trümmern ihrer Existenz. Wer jetzt helfen will, kann dies hier tun.

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    • BR24 Redaktion

    Hochwasser haben auch in Bayern zu immensen Schäden geführt - und die Lage ist weiter kritisch. Am Wochenende trafen die Wassermassen vor allem die Urlaubsregion um den Königssee im Berchtesgadener Land. Dort galt am Sonntag der Katastrophenfall. Zwei Menschen starben. In Niederbayern stiegen derweil in Passau die Pegelstände von Donau und Inn. Hier wurde mit der höchsten Hochwasserwarnstufe gerechnet. Uferpromenade und Parkplätze wurden überflutet.

    Söder sagt Hilfe zu

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sicherte den vom Hochwasser betroffenen Menschen Hilfe und Unterstützung zu. "Wir lassen da niemanden allein, ganz sicher nicht", sagte er bei einem Besuch mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in Schönau am Königssee. Unabhängig von in Aussicht gestellten Hilfen des Bundes werde man auch in Bayern überlegen, wie man helfen könne.

    Sintflutartige Regenfälle hatten am Samstagabend im Süden des Landkreises Berchtesgadener Land den Fluss Ache über die Ufer treten und Hänge abrutschen lassen. Zwei Menschen kamen ums Leben. Ein Opfer starb nach Angaben von Landrat Bernhard Kern (CSU) an einer natürlichen Ursache. Ein Zusammenhang mit dem Unwetter sei aber nicht ausgeschlossen.

    Schlimmste Zerstörungen im Westen

    Auch die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zeigen schlimmste Zerstörungen. Nach dem langsamen Rückzug der Wassermassen wird in den Überschwemmungsgebieten nach und nach das Ausmaß der Schäden sichtbar. Die Aufräumarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren. Tausende Rettungskräfte sind unter anderem in der Eifel im Einsatz, in Nordrhein-Westfalen halfen mehr als 23.000 Menschen aus. Immer noch wird in den Trümmern weiterhin nach Todesopfern und Verletzten gesucht.

    Wie Sie helfen können: Bundesweite Spendenkonten

    Die große Flut hat vielen Menschen ihre Liebsten genommen. Tausende stehen vor dem Nichts. Deutschland ist solidarisch, es läuft ein massiver Hilfseinsatz.

    Wer den Betroffenen unter die Arme greifen möchte, kann unter diesen zentralen Spendenkonten helfen:

    Aktion Deutschland hilft - Stichwort heißt "ARD / Hochwasser"

    DRK - Hochwasser-Spenden-Seite des Deutschen Roten Kreuzes

    Stiftung THW - Spenden für das Technische Hilfswerk

    Sachspenden wenig hilfreich

    Seit Beginn der diesjährigen Hochwasser in Deutschland hat es bereits eine große Hilfsbereitschaft der Menschen gegeben. Doch nicht jede gute Absicht ist für Helfer und Opfer eine Unterstützung. Sachspenden sind in der gegenwärtigen Lage nur bedingt hilfreich. Das THW beispielsweise nimmt keine Sachspenden entgegen, da man sich nicht um Transport und Verteilung kümmern könne, da man auf die Einsatzlage fokussiert sei.

    Beim THW heißt es: "Sachspenden sind nur vereinzelt erwünscht. Dies sollte vorher erfragt werden. Außerdem sollte bei Sachspenden immer vorher geprüft werden, was genau benötigt wird, um den vielfach freiwilligen Helfern unnötige Arbeit zu ersparen." Auch mehrere Hilfsorganisationen wie das Bayerische Rote Kreuz teilten mit, dass es keine weiteren Sachspenden brauche.

    Das THW rät zudem "dringend davon ab", von außerhalb in die Katastrophengebiete zu reisen, um vor Ort helfen zu wollen. Dies behindere nur die koordinierten Hilfsmaßnahmen.

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