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SPD kritisiert Spahn wegen verschobener Corona-Schnelltests | BR24

© picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

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    SPD kritisiert Spahn wegen verschobener Corona-Schnelltests

    Die Regierungskoalition streitet, weil die angekündigten kostenlosen Corona-Schnelltests später als angekündigt kommen werden. Die SPD hat Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) dafür kritisiert, dass die Tests nun doch nicht am 1. März kommen.

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    Von
    • Gerhard Brack

    Immer wieder hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt, zum 1. März komme der kostenlose Schnelltest für alle. Doch seit gestern steht fest: Der Termin kann nicht eingehalten werden. Dafür gibt es nun harte Kritik vom Koalitionspartner. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte, man müsse impfen und testen und für beides müsse es einen Plan geben und kein Chaos oder leere Versprechen.

    Müller (SPD): Dinge angekündigt, die so nicht kommen

    Auch der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), reagierte enttäuscht darauf, dass die kostenlosen Corona-Schnelltests später kommen sollen als erwartet. "Es ist zum wiederholten Mal so, dass von Seiten des Bundesgesundheitsministers Dinge angekündigt wurden, die dann so oder zumindest so schnell nicht kommen", sagte Müller im ZDF-"Morgenmagazin". Das sei "keine lustige Situation."

    Ältere nicht so schnell in die Schule wie erwartet?

    In den Schulen beispielsweise müssten nun wieder vermehrt die bekannten Schutzmaßnahmen gelten - zumindest bis die Test- und Impfkapazitäten hochgefahren werden können. Auch wenn es eine "Gratwanderung" sei, bekräftigte Müller, dass die schrittweisen Schulöffnungen verantwortbar seien. "Wir haben Lüftungsanlagen, wir haben Masken." Eine Konsequenz der späteren Ankunft der Gratis-Selbsttests könne ältere Schülerinnen und Schüler treffen. Es ist Müller zufolge möglich, "dass zum Beispiel in der Schule die nächsten Klassenstufen nicht so schnell in die Schule kommen können, wie man es sich vielleicht erhofft hat".

    Angekündigter Termin kann nicht eingehalten werden

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt immer wieder angekündigt, dass ab 1. März das Angebot für alle Bürger kommen solle, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen - etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken. Darüber soll nun aber erst bei den Bund-Länder-Beratungen am 3. März gesprochen werden, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts am Montag.

    Hintergrund sind Sorgen vor explodierenden Kosten. Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden müssen, sind überall verfügbar. Einige Länder und Kommunen setzen sie bereits auf eigene Kosten massenhaft ein. Das Paul-Ehrlich-Institut will zudem in den kommenden Tagen Selbst-Schnelltests zulassen.

    Mit Material von AFP, dpa und Reuters.

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