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SPD bereitet Neuaufstellung vor | BR24

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Die Parteispitze will heute entscheiden, wie die künftige Führung bestimmt wird. Die Basis will anscheinend gern mitreden.

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SPD bereitet Neuaufstellung vor

Die Parteispitze will heute entscheiden, wie die künftige Führung bestimmt wird. Die Basis will anscheinend gern mitreden.

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An Anregungen herrscht kein Mangel: Mehr als 23.000 Vorschläge sind in den letzten Tagen im Willy-Brandt-Haus eingegangen. "Total viele spannende Sachen", frohlockt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil.

Doppelspitze?

Mancher favorisiert eine Urwahl, andere wollen Regionalkonferenzen, wieder andere eine Doppelspitze. Auch die drei Übergangsvorsitzenden haben sich Gedanken gemacht über den Weg zur neuen Spitze. Über ihre Ideen wird der Vorstand heute beraten. Gut möglich, dass dann die rund 438.000 Mitglieder tatsächlich mitreden dürfen.

Empfehlung für Parteitag?

Aus rechtlichen Gründen zwar nicht per Urwahl im engeren Sinn. Aber sie könnten eine Empfehlung aussprechen für den Parteitag, der anschließend formell entscheiden würde. So lief es bereits 1993. Rudolf Scharping gewann damals das Rennen, gegen seine Kontrahenten Gerhard Schröder und Heidemarie Wieczorek-Zeul.

Bisher kaum Kandidaten

Seit Scharping hatte die SPD 13 Vorsitzende, die aktuellen kommissarischen mitgerechnet. Wer der nächste wird, ist derzeit nicht absehbar. Nur wenige Sozialdemokraten haben bisher ihre Bereitschaft zur Kandidatur klar signalisiert, unter ihnen der nordrhein-westfälische Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty und die 76-jährige ehemalige SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Gesine Schwan.

Schäfer-Gümbel: "Keine Sorge"

Aber der kommissarische Parteichef Thomas Schäfer-Gümbel hat "keine Sorgen, dass sich nicht genügend spannenden Kandidatinnen und Kandidaten melden". Was auch immer heute im Willy-Brandt-Haus festgelegt wird: Es entscheidet nicht direkt über die Zukunft der SPD. Aber es kann den Weg in eine Zukunft ebnen. Oder eben verbauen.