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SPD-Außenpolitiker wirft Kramp-Karrenbauer Ahnungslosigkeit vor | BR24

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Der Vorschlag der Bundesverteidigungsministerin, eine Sicherheitszone in Nordsyrien einzurichten, stößt beim Koalitionspartner auf heftige Kritik. Nils Schmid, außenpolitischer Sprecher der SPD, wirft Kramp-Karrenbauer vor, Verbündete zu irritieren.

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SPD-Außenpolitiker wirft Kramp-Karrenbauer Ahnungslosigkeit vor

Der Vorschlag der Bundesverteidigungsministerin, eine Sicherheitszone in Nordsyrien einzurichten, stößt beim Koalitionspartner auf heftige Kritik. Nils Schmid, außenpolitischer Sprecher der SPD, wirft Kramp-Karrenbauer vor, Verbündete zu irritieren.

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Der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer Ahnungslosigkeit über die Situation in Syrien vorgeworfen. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte er:

"Frau Kramp-Karrenbauer weiß noch nicht, dass wir noch viele andere Möglichkeiten der Einflussnahme haben. Sie ist noch neu im Amt, deshalb hat sie da vielleicht keinen Überblick." Nils Schmid

Schmid: "Vorpreschen war Bärendienst für die gute Sache"

Nach Ansicht Schmids engagiert sich Deutschland seit Jahren für eine diplomatische Lösung des Syrien-Krieges. Letzten Endes werde man Syrien nur auf diese Weise zu einem nachhaltigen Frieden verhelfen können. Da sei Deutschland vorne mit dabei, so der außenpolitische Sprecher der SPD. Den Vorstoß der Verteidigungsministerin sieht er als wenig zielführend:

"Die Erfolgsaussichten für die Einrichtung einer Sicherheitszone wären höher, wenn Deutschland hier mit den Partnern abgestimmt vorgegangen wäre. Aber dieses Vorpreschen von Kramp-Karrenbauer hat einer guten Sache einen Bärendienst erwiesen."

Man habe so Irritationen bei den Verbündeten ausgelöst und so die deutsche Verhandlungsposition geschwächt, sagte Schmid im Interview.