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Spannungen: Auch NATO zieht Soldaten teilweise aus dem Irak ab | BR24

© picture alliance / Kay Nietfeld/dpa

Das NATO-Hauptquartier in Brüssel

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Spannungen: Auch NATO zieht Soldaten teilweise aus dem Irak ab

Nach der Bundeswehr reagiert nun auch die Nato und zieht einen Teil ihrer Soldaten zeitweise aus dem Irak ab. Hintergrund sind die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten nach dem tödlichen US-Angriff auf den iranischen General Soleimani.

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Als Reaktion auf die wachsenden Spannungen im Nahen Osten zieht die NATO einen Teil ihrer Soldaten zeitweise aus dem Irak ab. Das bestätigte ein Sprecher des Militärbündnisses der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Zuvor hatte bereits die Bundeswehr angekündigt, einen Teil ihrer Soldaten aus dem Irak abzuziehen.

Stoltenberg betont Bedeutung von Kampf gegen den IS

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte gerade noch die Bedeutung der Nato-Irak-Mission im Kampf gegen den IS unterstrichen, will jetzt jedoch die Truppenausbildung im Irak vorübergehend aussetzen. Grundsätzlich solle die Mission jedoch weitergehen.

Die Nato bildet seit Anfang 2017 im Irak Sicherheitskräfte aus. Der Einsatz umfasste zuletzt rund 500 Soldaten, die meisten kamen aus Kanada. Ein Nato-Sprecher bekräftigte, das Bündnis sei "bereit, unsere Ausbildung und den Aufbau von Kapazitäten fortzusetzen, wenn es die Situation erlaubt". Die Sicherheit des Personals stehe aber an erster Stelle.

Irakisches Parlament fordert Abzug ausländischer Truppen

Hintergrund der Spannungen ist der tödliche US-Drohnenangriff auf den iranischen General Soleimani. Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Vergeltung.

Das irakische Parlament forderte seinerseits, dass ausländische Truppen, die dort vor allem wegen des US-geführten Einsatzes gegen die Dschihadistenmiliz IS stationiert sind, das Land verlassen.

© BR

Unter General Soleimani hat der Iran ein Netzwerk im Nahen Osten aufgebaut, zu dem Akteure wie die Hisbollah, Hamas und schiittische Milizen gehören. Die Einflusssphäre ist groß und gefährlich.