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Spanien wird Corona-Risikogebiet für deutsche Urlauber | BR24

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Wegen vieler neuer Coronafälle gilt nun eine Reisewarnung für Spanien. Ausgenommen sind nur die Kanaren. Eine Reisewarnung ist kein Verbot. Wer nach Spanien reisen möchte, kann das trotzdem tun - allerdings gibt es dabei einiges zu beachten.

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Spanien wird Corona-Risikogebiet für deutsche Urlauber

Spanien gilt nun - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln - für deutsche Urlauber als Risikogebiet. Das heißt: Testpflicht und Quarantäne für Rückkehrer. Zudem wird vor Reisen in das Land offiziell gewarnt, was eine positive Seite für Verbraucher hat.

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Spanien wird als Corona-Risikogebiet eingestuft, vor touristischen Reisen dorthin wird zudem gewarnt. Ausgenommen sind lediglich die Kanarischen Inseln. Das bestätigte das Bundesgesundheitsministerium am Freitag. Davon betroffen sind auch die Balearen, also die Urlaubsinseln Mallorca, Menorca und Ibiza.

Test- und Quarantänepflicht nach Rückkehr

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass Urlauber sich bei ihrer Heimkehr testen lassen müssen. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in Quarantäne begeben. Die Dauer der Quarantäne beträgt maximal zwei Wochen. "Die Ausweisung als Risikogebiet ist keine Grenzschließung und kein Reiseverbot", betonte das Bundesgesundheitsministerium. Wer trotz der Einstufung nach Spanien reise, sollte sich jedoch unbedingt an die Regeln für Abstand- und Hygiene sowie zum Tragen von Alltagsmasken halten.

Für die Test für Reiserückkehrer wappne sich nun der Münchner Flughafen, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Freitagabend auf Anfrage dem BR mit.

"Unsere Task Force Infektiologie Flughafen hat die Firma Ecolog bereits informiert. Die Firma ist angehalten, weitere und ausreichende Kapazitäten vorzuhalten, um die zusätzlichen Testungen durchführen zu können. Allein am Flughafen München müssen nun etwa zehn Flugzeuge mehr am Tag untersucht werden." Aus der LGL-Mitteilung

Die Firma Ecolog betreibt unter anderem die beiden Corona-Teststationen am Münchner Flughafen. Sie hatte im Laufe des Tages gegenüber dem BR eingeräumt, dass es Verzögerungen bei der Bekanntgabe von Testergebnissen gebe.

"Dynamisches Ausbruchsgeschehen" in Spanien

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Spanien lag zuletzt bei 56,42 Neuinfektionen.

Es handele sich auch "nicht um eine einmalige Überschreitung des Schwellenwertes", sondern dies sei bereits seit einer Woche der Fall, erklärte eine Ministeriumssprecherin: "In Spanien zeigt sich ein sehr dynamisches Ausbruchsgeschehen." Die Fallzahlen stiegen im Trend weiter an, "immer mehr Gebiete in Spanien sind wieder stärker von der Pandemie betroffen", so die Sprecherin.

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Das Auswärtige Amt warnt vor touristischen Reisen nach Spanien, mit Ausnahme der Kanarischen Inseln. Am Müncher Flughafen, reagierten Reisende von und nach Mallorca mit gemischten Gefühlen.

Reisewarnung für Spanien

Für Länder oder Regionen, die auf der Liste der Risikogebiete des Robert Koch-Instituts (RKI) aufgeführt sind, erlässt das Auswärtige Amt in der Regel auch eine Reisewarnung. Das geschah noch am Abend. Eine Reisewarnung geht weiter als die Einstufung als Risikogebiet. Sie ist ebenfalls kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Bislang galt die Einstufung als Risikogebiet und auch die Reisewarnung in Spanien nur für einige Regionen. Konkret waren dies Katalonien, Aragón, das Baskenland, Navarra und die Hauptstadt Madrid. Aus der EU stehen aktuell auch Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen sowie Teile Rumäniens und Bulgariens auf der Liste der Risikogebiete.

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Fünf Millionen Deutsche haben 2019 auf Mallorca Urlaub gemacht. Auf der Insel und im übrigen Spanien ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Umso härter trifft das Land die Einstufung als Risikogebiet, so ARD-Reporter Sebastian Kisters.

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