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Spanien-Wahl: Sanchez vor schwieriger Regierungsbildung | BR24

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Spanien nach der Wahl

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Spanien-Wahl: Sanchez vor schwieriger Regierungsbildung

Die Sozialisten unter Ministerpräsident Pedro Sánchez sind bei der Parlamentswahl in Spanien mit rund 29 Prozent stärkste Kraft geworden. Allerdings müssen sie sich nun Partner für die Regierungsbildung suchen.

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"Die sozialistische Partei hat die Wahlen gewonnen, und mit ihr hat die Zukunft gewonnen und die Vergangenheit verloren." Pedro Sánchez, Spaniens Ministerpräsident

Die Sozialisten gewannen nach Auszählung fast aller Stimmen 123 der 350 Abgeordnetenmandate. Im Vergleich zu den letzten Wahlen 2016 konnte die Partei PSOE damit zwar 38 Mandate hinzugewinnen, allerdings hätte sie für eine absolute Mehrheit aber 176 Sitze gebraucht. Sie braucht also für eine Regierungsbildung einen Partner.

Schwierige Regierungsbildung erwartet

Wunschkandidat wäre die linksgerichtete Protestbewegung Podemos, doch mit ihr allein geht es auch nicht. Podemos kann mit ihren rund 14 Prozent nicht genügend Mandate beitragen. Nötig wäre es daher, sich bei kleineren Regionalparteien die fehlenden Mandate zu sichern. Möglich wäre auch eine Koalition mit dem Mitte-rechts-Bündnis Ciudadanos. Dieses gewann mit knapp 16 Prozent der Stimmen 57 Sitze. Eine Regierungskoalition dürfte aber in beiden Lagern auf Widerstand stoßen.

Wahlverlierer ist die Volkspartei PP

Die konservative PP musste herbe Stimmenverluste hinnehmen. Sie verlor mehr als die Hälfte ihrer Parlamentsmandate und kam nur noch auf knapp 17 Prozent. Kräftig zulegen konnte das Mitte-rechts-Bündnis Ciudadanos. Es gewann mit knapp 16 Prozent der Stimmen 57 Sitze. Erstmals im Parlament ist die rechtsgerichtete Partei Vox, die aus dem Stand auf zehn Prozent kam. Nach der Wahl droht Spanien eine Patt-Situation wie 2016, als das Land ein Jahr lang ohne reguläre Regierung blieb. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 76 Prozent und damit rund neun Prozentpunkte über der des Jahres 2016.

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Die Sozialisten von Premier Sánchez haben die Wahl in Spanien klar gewonnen. Die absolute Mehrheit verfehlten sie mit knapp 28,7 Prozent aber deutlich. So reicht es weder für ein Linksbündnis noch für das rechte Lager - trotz eines Neuzugangs.