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Mehrere Tote durch Sturmtief "Filomena" in Spanien | BR24

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Madrid ganz in Weiß - das hat es seit Ewigkeiten nicht mehr gegeben. Sturmtief "Filomena" sorgt in der spanischen Hauptstadt für Rekordkälte, viel Schnee und Verkehrschaos.

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Mehrere Tote durch Sturmtief "Filomena" in Spanien

Zentralspanien versinkt im Schnee. Seit 50 Jahren hat es nicht so geschneit. In Madrid herrscht Alarmstufe rot. Das öffentliche Leben liegt hier größtenteils lahm. Das Militär befreit Menschen aus den Schneemassen. Mindestens vier Menschen starben.

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Von
  • BR24 Redaktion

Es sind Rekordschneemengen, die das Sturmtief "Filomena" nach Spanien gebracht hat: zum Teil 50 Zentimeter. Mindestens vier Menschen starben. Nach Angaben der Behörden wurde in Zarzalejo im Nordwesten der Region Madrid ein 54-Jähriger tot geborgen, der mutmaßlich in der Nacht von Schneemassen begraben worden war. In Saragossa starb ein Obdachloser an Unterkühlung und in Fuengirola in Andalusien wurden eine Frau und ein Mann in ihrem Auto vom Hochwasser eines Flusses mitgerissen.

"Wir haben noch schwere Stunden vor uns", sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Samstag bei einer Bilanz. Er rief die Spanier dazu auf, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. 

Verkehr in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen

Am Samstagmorgen waren landesweit 650 Straßen gesperrt, meldeten die Verkehrsbehörden. Die Regionalregierungen von Castilla La Mancha und Madrid teilten mit, dass die Schulen mindestens am Montag und Dienstag geschlossen blieben.

Im Straßen-, Bahn- und Luftverkehr kam es zu massiven Behinderungen. Auch auf Bahnhöfen und Flughäfen saßen Tausende Menschen fest. Vielerorts wurde jeglicher Verkehr eingestellt.

Der internationale Flughafen von Madrid soll den gesamten Samstag geschlossen bleiben, teilte der Betreiber Aena mit. Auch jeglicher Bahnverkehr von und nach Madrid sowie die Bahnverbindungen zwischen dem Süden und dem Nordosten des Landes wurden nach Angaben der Eisenbahngesellschaft Renfe eingestellt. Die Verkehrsbehörden forderten die Menschen auf, nicht ins Freie zu gehen und nicht notwendige Fahrten zu vermeiden.

Nur mit Schneeketten durch Madrid

In den Regionen Madrid und Castilla La Mancha haben die Behörden die Alarmstufe rot ausgerufen. Sie forderten die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. In der Hauptstadt kam es zu etlichen Unfällen im Straßenverkehr, nach den Worten des Bürgermeisters kommt man nur noch mit Schneeketten voran.

Das Militär wurde zur Hilfe gerufen, Menschen aus ihren eingeschneiten Autos zu retten, die überall in der Hauptstadt stecken geblieben waren. Der Leiter der Madrider Katastrophenschutzbehörde, Carlos Novillo, teilte mit, mehr als 1.000 Autos seien im Schnee stecken geblieben, die meisten auf dem City-Ring und der Autobahn, die in den Süden nach Castilla La Mancha und Andalusien führt. "Die Lage ist hoch gefährlich", teilte er am Vormittag auf sozialen Medien mit. "Wir bitten alle, die feststecken, geduldig zu sein, wir werden zu euch gelangen." 

Der heftige Schneefall beeinträchtigt auch den Zugverkehr: Alle Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Madrid und den Regionen Valencia und Murcia im Süden Spaniens sind gestrichen.

Schneesturm "Filomena" auf dem Weg ans Mittelmeer

"Filomena" tobt seit Donnerstag und mindestens noch bis Sonntagabend vor allem in Madrid, im Zentrum und im Osten des Landes. Im Zusammenspiel mit anderen Wetterphänomenen verursachte das Sturmtief heftige Schnee- und Regenfälle, starke Winde und hohe Wellen.

Doch das Schlimmste könnte sogar noch kommen, warnte der nationale Wetterdienst Aemet. Auf Filomena folge voraussichtlich ein Kälteeinbruch, den Verkehrsminister José Luis Abalos so beschrieb: "Schnee wird zu Eis werden und wir werden in eine Situation kommen, die vielleicht noch gefährlicher als die im Moment ist." Schon der Schneesturm habe «die pessimistischsten Vorhersagen übertroffen, die wir hatten." 

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