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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
© dpa-Bildfunk/Wolfgang Kumm

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Imke Köhler
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Das geplante Pflegepersonalstärkungsgesetz sei ein "klarer Wechsel in der bisherigen Politik". Gleichzeitig verteidigte Spahn die Maßnahmen gegen Kritik, dass die Maßnahmen nicht ausreichen würden. "Ich weiß auch, dass weitere Schritte folgen müssen." Er zeigte sich aber überzeugt, dass die geplanten Verbesserungen Pflegeberufe deutlich attraktiver machen würden.

Maßnahmen erfordern höhere Pflegebeiträge

Die Ankündigung, "dass jedes Krankenhaus unbegrenzt viele Pflegekräfte zusätzlich einstellen kann und alle voll finanziert sind, ist doch eine klare, deutliche Botschaft", so der Bundesgesundheitsminister. Wenn es mehr Kollegen in der Pflege gebe, würden die Berufe interessanter. Er kündigte außerdem weitere Verbesserungen an, etwa in der Gesundheitsförderung von Pflegekräften.

Allerdings erklärte Spahn auch, dass die Maßnahmen Geld kosten.

"Wenn wir alle sagen, wir brauchen mehr Pflegekräfte, wir wollen zurecht Pflegekräfte besser bezahlen (…) und die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, dann wird das auch höhere Kosten zur Folge haben. Da muss man nicht Mathematik studiert haben."

Der Bundesgesundheitsminister verwies darauf, dass deshalb auch die Beiträge zur Pflegeversicherung zum 1.1.2019 steigen würden.