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Spahn will "allen im Sommer ein Impfangebot machen" | BR24

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Gesundheitsminister Jens Spahn vor dem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU).

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    Spahn will "allen im Sommer ein Impfangebot machen"

    Nach einem Treffen mit der Kanzlerin und weiteren Ministern bekräftigt Gesundheitsminister Jens Spahn: Deutschland habe "mehr als genug Impfstoffe bestellt", auch vom Pharmaunternehmen Moderna. Für dessen Impfstoff gab es heute die Zulassung.

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    Von
    • Simon Berninger

    "Allen im Sommer ein Impfangebot machen"; die Hoffnung hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach einem Treffen mit der Kanzlerin und weiteren Ministerkollegen in Berlin gegeben. "Wir haben genug, mehr als genug Impfstoffe bestellt", sagte Spahn. Das gelte auch für den Impfstoff des Herstellers Moderna, der kurz nach der Spahns Stellungnahme von der entsprechenden Behörde zugelassen wurde. Erste Lieferungen davon könnten in Deutschland bereits kommende Woche eintreffen, prognostizierte Spahn.

    Zwei Millionen Impf-Dosen von Moderna im ersten Quartal

    50 Millionen Dosen habe Deutschland bereits bestellt, allerdings sei im ersten Quartal des Jahres nicht mit mehr als zwei Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffs zu rechnen. Grund sei die "Knappheit der Produktionskapazitäten bei weltweiter Nachfrage", so Spahn.

    Entsprechend gelte auch weiterhin die Strategie, zuerst die Risikogruppen zu impfen. "Wenn die Pflegebedürftigen und Ältesten geimpft sind, dann verliert die Pandemie schon einen großen Teil ihres Schreckens", sagte Spahn. Für diese Risikogruppen wäre eine Corona-Infektion am gefährlichsten, daher die Priorisierung. "So viel Solidarität, so viel Geduld muss auch auf dem Weg raus aus der Pandemie sein."

    Biontech/Pfizer soll in Marburg produzieren

    Mit Blick auf das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech/Pfizer, von dem der erste, bereits zugelassene Impfstoff stammt, treibe die Bundesregierung einen neuen Produktionsstandort im hessischen Marburg voran. Der könnte seinen Betrieb laut Spahn bereits im Februar beginnen. "Das hilft Europa und das hilft vor allem auch uns in Deutschland", so der Minister, "denn das führt zu schnelleren Lieferungen von Dosen."

    Vor dem Hintergrund habe auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) an den Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel teilgenommen, denn, so Spahn: "Im Zweifel braucht’s auch Geld", um schneller mehr Impfstoff produzieren zu können. Insbesondere wegen der Beschaffung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs war der Gesundheitsminister zuletzt in die Kritik geraten. Scholz verteidigte die koalitionsinterne Auseinandersetzung mit Spahn zuletzt im ARD-Morgenmagazin: "Es geht um eine sehr ernste Sache, nämlich um die Frage, ob wir die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes gut beschützen können."

    30 Millionen weitere Dosen von Biontech/Pfizer

    Am Mittwoch sagte Spahn nun, dass die die Europäische Union (EU) mit dem Mainzer Hersteller bereits über weitere Bestellungen verhandle. Es gebe Verhandlungen über zusätzliche Optionen, sagt der Minister. Deutschland werde gegebenenfalls ebenfalls weitere Dosen abnehmen. Derzeit sei dies aber nicht dringend, da man für 2021 ausreichend bei Biontech/Pfizer bestellt habe.

    Die EU hat derzeit 300 Millionen Dosen vereinbart. Deutschland bekommt davon knapp 56 Millionen. National wurden zudem weitere 30 Millionen geordert.

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