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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Kay Nietfeld

Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bittet die Bevölkerung in Sachen Impftermin zur Geduld. RKI-Präsident Lothar Wieler warnt, dass die weltweite Pandemie noch nicht zu Ende ist. Kölns Bürgermeisterin Henriette Reker stellt ein Modellprojekt vor

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Spahn nach fast elf Millionen Zweitimpfungen zuversichtlich

Bundesgesundheitsminister Spahn hat sich angesichts der 10,9 Millionen Zweitimpfungen in Deutschland zuversichtlich gezeigt, bis zum Ende des Sommers jedem ein Impfangebot machen zu können. Bei der Terminvergabe bittet der Minister aber um Geduld.

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Von
  • Severin Veitleder

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zuversichtlich, dass bis Pfingsten 40 Millionen Menschen in Deutschland eine erste Corona-Impfung erhalten haben werden. Mehr als 70 Prozent aller über 60-jährigen Personen sei mindestens einmal geimpft worden, so Spahn. Damit könne dann am 7. Juni wie geplant die Impfpriorisierung aufgehoben werden, erklärte er in der Bundespressekonferenz. Auch die Betriebsärzte könnten dann wie geplant Impfen.

Spahn: Pragmatismus und Geduld

Beim weiteren Vorgehen setzt der CDU-Minister auf niederschwellige Angebote: "Gelegenheit macht Impfung", so Spahn. "Pragmatismus und Geduld", seien nun gefragt. Geduld vor allem bei der Terminvergabe: "Es geht um Wochen, nicht mehr um Monate", so Spahn.

Der Minister rief dazu auf, die Ärzte und Impfzentren nicht zu bedrängen. Und wenn man nicht sofort einen Termin bekomme, so Spahn, und sauer sein müsse, "dann seien sie sauer auf mich".

"Auch mit dem Gelben Ausweis kann man in den Urlaub fahren"

Auch beim Beschluss der EU, im Sommer ein eigenes, digitales Impfzertifikat einzuführen, bat Spahn um Geduld. Im übrigen könne auch jeder "mit dem Gelben Ausweis in den Urlaub fahren", beruhigte Spahn mit Blick auf mögliche Auslandsreisen ohne den digitalen Impfpass.

Der gelbe WHO Ausweis sei ja ein WHO Ausweis, weil er international gültig ist. Spahn verwies auch darauf , dass es keine Pflicht gibt, den digitalen Impfnachweis zu nutzen.

Dass Deutschland kein digitales Impfregister hat und die ersten Impfungen nun digital "Nachtragen" muss, hält Spahn für unproblematisch. Bei vielen könne das bei der Zweitimpfung geschehen. Auch im Übertragen selbst sieht er kein Problem: Ärzte seien geübt im Überprüfen der Echtheit medizinischer Dokumente, etwa bei der Verschreibung von Betäubungsmitteln, so Spahn.

Kölner Bürgermeisterin Reker plädiert für Kommunale Anpassungen

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) plädierte für Kommunale Anpassungen bei den Pandemie-Maßnahmen. So habe Köln etwa durch Maßnahmen in sozialen Brennpunkten eine durchschnittlich sehr viel niedrigere Sterberate als der Rest Deutschlands erreicht.

Sie verwies darauf, wie wichtig es sei, auch Menschen zu erreichen, für die eine Anmeldung im Impfzentrum oder beim Arzt eine hohe Hürde darstellt. "Das sind die Leute, die unsere Stadt am Laufen halten", so Reker.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, mahnte, die Pandemie habe unsere Welt immer noch im Griff und rief dazu auf, den Sommer gut wie möglich zu nutzen und weiterhin die Hygiene- und Maskenregeln zu beachten.

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