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Spaenle: Antisemitismus in Schulen aktueller behandeln | BR24

© Julian Stratenschulte/dpa

Nach Ansicht einer Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern, soll an Schulen zukünftig noch gegenwartsbezogener über Antisemitismus aufgeklärt werden.

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    Spaenle: Antisemitismus in Schulen aktueller behandeln

    Neben dem neonazistischen Antisemitismus gebe es auch den linksextremistischen Antisemitismus, sagt der bayerische Antisemitismus-Beauftragte Spaenle. Er fordert: Judenfeindlichkeit soll an Schulen intensiver behandelt werden.

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    Nach dem Anschlag vor einer Synagoge in Halle soll das Thema Antisemitismus in Schulen zukünftig noch intensiver und vor allem gegenwartsbezogener behandelt werden. Wie der bayerische Antisemitismus-Beauftragte Ludwig Spaenle (CSU) mitteilte, wurde dazu eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Bund und Ländern, der Kultusministerkonferenz und dem Zentralrat der Juden eingerichtet.

    "Das Problemfeld Antisemitismus wird bald in den Schulen stärker als bisher auf der Höhe der Zeit behandelt werden können", sagte Spaenle, als Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe.

    Auf Antisemitismus-Varianten stärker eingehen

    Er habe die Arbeitsgruppe angeregt, die noch in diesem Herbst ihre Arbeit aufnehmen und neue Akzente und aktuelle Materialien für die Schulen erarbeiten soll.

    Man müsse in heutiger Zeit mehr auf die verschiedenen Bilder des Antisemitismus eingehen, sagte Spaenle. Es gebe neben dem neonazistischen Antisemitismus auch den linksextremistischen Antisemitismus, der dem Staat Israel das Existenzrecht abspreche. Es gebe außerdem islamistischen Judenhass und auch diejenigen Menschen, die Verschwörungstheorien über eine jüdische Weltherrschaft verbreiteten.

    Antisemit tötete zwei Menschen in Halle

    Am Mittwoch hatte ein Mann in Halle einen antisemitischen Anschlag auf eine Synagoge verübt. Zwei Menschen wurden dabei getötet und zwei weitere verletzt. Die Tat hatte in ganz Deutschland Entsetzen und gleichzeitig eine Welle der Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern ausgelöst.