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Soziologin Jurczyk: Was Kinder von Müttern erwarten

Die ideale Mutter ist die, die allzeit für ihr Kind verfügbar ist. Gilt das noch? Die Soziologin Karin Jurczyk sagt in der radioWelt auf Bayern 2: Viele Kinder finden es wichtig, dass die Mutter erreichbar ist, aber nicht, dass sie zu Hause ist.

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Ideale Mütter stellen ihre eigenen Belange hinten an, wenn Kinder etwas von ihnen möchten - das sei zwar "eine verständliche Sehnsucht", gehe aber an der Realität vieler Mütter heute vorbei, meint die Soziologin Karin Jurczyk vom Deutschen Jugendinstitut.

Zerreißprobe für die Mütter unnötig

"Die Mütter sind schon ziemlich zerrissen zwischen den Erwartungen, die an sie gestellt werden", sagt sie im radioWelt-Interview auf Bayern 2. Einen Grund für ein schlechtes Gewissen berufstätiger Mütter sieht die Soziologin allerdings nicht - zumindest dann, wenn die Kinder schon älter sind.

"Es ist so, dass die meisten Kinder ziemlich gut damit zurande kommen, wenn sich ihre Mütter noch um andere Dinge kümmern. Da scheint sozusagen die Ideologie stärker zu sein als das, was die Kinder selber sagen, was sie erwarten. Die acht- bis zwölfjährigen Kinder sagen, dass sie es zwar wichtig finden, dass die Mutter erreichbar ist, aber überhaupt nicht wichtig, dass die Mutter zu Hause ist. Die Kinder haben eine ziemlich dezidierte Vorstellung davon, was sie brauchen und was sie nicht unbedingt brauchen." Karin Jurczyk

Ein Elterntag statt Muttertag

Den Muttertag sieht Karin Jurczyk eher kritisch: "Es ist sehr viel Geschäftemacherei dabei", sagt sie. "Ich würde mir wünschen, dass das Thema das ganze Jahr über auf eine sehr ernsthafte Art und Weise Aufmerksamkeit findet. Und ich wäre sehr dafür, den Muttertag zum Elterntag umzuwidmen."