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Mundschutz gegen Corona, Sonnenschutz für die Augen: Sonnenbrillen können altersbedingtem Erblinden vorbeugen.

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    Sommer, Sonne, Sonnenbrille: Vorsicht vor UV-Strahlen!

    Sie sind unsichtbar und doch gefährlich für unsere Augen: UV-Strahlen. Schwere Erkrankungen können die Folge der Sonnenstrahlen sein. Die beste Medizin ist das Tragen einer Sonnenbrille. Doch worauf muss man beim Kauf achten?

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    Von
    • Elke Schmidhuber

    Menschen, die sehr viel ohne Schutz in der Sonne waren, haben ein wesentlich höheres Risiko, im Alter an der Makula-Degeneration zu erkranken. Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens, sie befindet sich im Zentrum der Netzhaut. Dort ist die Dichte der Fotorezeptoren am höchsten, genau mit dieser Stelle lesen wir und mit ihr können wir scharf sehen.

    Prof. Siegfried Priglinger von der Ludwig-Maximilians-Universität München weiß, dass der häufigste Grund für die Minderung der Sehschärfe in der westlichen Welt diese Makula-Degeneration ist. Die Krankheit ist irreparabel.

    Auch gegen die kurzfristige und äußerst schmerzhafte Entzündung der Hornhaut im Auge durch zu viel Sonnenlicht am Meer oder im Gebirge hilft am besten Vorbeugen - zum Beispiel mit einer Sonnenbrille. Was man beim Kauf beachten sollte:

    Eine Sonnenbrille braucht einen UV-Filter - nur welchen?

    Nur weil Gläser dunkel sind, bedeutet das nicht, dass sie einen UV-Filter besitzen. Alle Sonnenbrillen, die kurzwellige UV-Strahlen abhalten, sind gekennzeichnet durch das CE-Zeichen oder die Aufschrift EN1836.

    Im Bügel auf der Innenseite der Brille stehen die UV-Filtergrade. Sie sind in Kategorien zwischen 0 und 4 eingeteilt. Kategorie 2 reicht in unserem Breitengrad in der Ebene aus. Wer sich nach Südeuropa begibt, sollte eine Sonnenbrille mit dem Lichtschutzfaktor 3 wählen. Im Gebirge oder auf dem Wasser benötigt man den höchsten Faktor, also Kategorie 4.

    Die passende Sonnenbrille: Auch auf die Form kommt es an

    Die Form der Sonnenbrille ist beim Kauf ebenfalls wichtig. Die Sonnenbrille sollte möglichst groß sein, mindestens bis zu den Augenbrauen gehen und seitlich bis zum Gesichtsrand, denn je größer sie ist, desto weniger UV-Licht kann die Augen direkt erreichen.

    Auch sollte sie möglichst nahe an den Augen sitzen. Fürs Gebirge und am Meer kann die Sonnenbrille auch einen Seitenschutz haben.

    Auch Kinder von klein an schützen

    Die Makula-Degeneration ist eine Krankheit, die meist erst ab dem sechzigsten Lebensjahr auftritt. Dann bemerken Betroffene, dass sie Linien verbogen wahrnehmen, einzelne Teile der Buchstaben nicht mehr sehen oder dass vom Wort der zweite oder dritte Buchstabe fehlt. Das sind die ersten Symptome, sagt Professor Priglinger.

    Dennoch rät er, auch Babys und Kleinkinder zu schützen. Wenn es nicht schon eine eigene Sonnenbrille ist - zumindest einen Sonnenhut mit breiter Krempe sollte man dem Nachwuchs verpassen.

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