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Gefahren an Badegewässern - und wie man sie vermeidet | BR24

© pa / dpa / Patrick Seeger

Wasserretter der DLRG am Bodensee

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    Gefahren an Badegewässern - und wie man sie vermeidet

    Das sommerliche Wetter hat am Wochenende für einen Ansturm auf Badegewässer gesorgt. Leider gab es dabei mehrere tödliche Unfälle. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnt vor Gefahren und gibt Tipps für ein sicheres Bade-Vergnügen.

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    WIE VIELE MENSCHEN ERTRINKEN IN DEUTSCHLAND?

    Im heißen Super-Sommer 2018 ertranken in Deutschland mindestens 504 Menschen. Das waren etwa hundert mehr als im Jahr davor.

    WO IST DAS RISIKO AM HÖCHSTEN?

    An unbewachten Seen, Teichen und Flüssen - dort kamen 2018 allein 435 Menschen ums Leben, das waren 86 Prozent aller Opfer. An den von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen und in Schwimmbädern ist es sicherer.

    WAS SIND DIE HÄUFIGSTEN URSACHEN FÜR UNGLÜCKSFÄLLE?

    Übermut, mangelnde Schwimmfähigkeiten, Selbstüberschätzung, Alkohol und die Unkenntnis möglicher Gefahren führen der DLRG zufolge am häufigsten zum Ertrinken - vor allem bei Männern. Vier von fünf Todesopfern sind männlich.

    WAS IST BEI DER WAHL DER BADESTELLE ZU BEACHTEN?

    Unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Deshalb nie übermütig in einen See springen. Die DLRG empfiehlt, nur an bewachten Badestellen schwimmen zu gehen und die Warnhinweise zu beachten. Eine rote Flagge am Meer beispielsweise bedeutet Badeverbot - im Sommer wird dies aber oft ignoriert. Bei Wellengang entsteht eine Strömung, die Schwimmer wie ein Staubsauber aufs offene Meer ziehen kann. Dies ist vor allem für Kinder im flachen Wasser gefährlich, weil sie leicht umgerissen werden.

    KANN AUCH IN FLÜSSEN GEBADET WERDEN?

    Generell ja - in vielen deutschen Flüssen reicht die Wasserqualität nach Angaben des Umweltverbandes BUND zum Baden aus. Dies gilt auch für große Abschnitte der Elbe oder des Rheins. Vorsicht ist aber bei Niedrigwasser geboten, weil die Wasserqualität dann erheblich sinken kann. Gefahr entsteht zudem durch gefährliche Strömungen, die an der Wasseroberfläche oft kaum erkennbar sind, sowie durch den Schiffsverkehr, Brückenpfeiler und Unterwasserhindernisse. Zu Beginn des Sommers, wenn das Wasser vieler Flüsse noch recht kalt ist, ist besondere Vorsicht geboten.

    SOLLTE MAN ERHITZT INS WASSER SPRINGEN?

    Das sollte unbedingt vermieden werden. Die Gewässer sind gerade im Frühsommer noch kalt. Ein Sprung ins Nass ist extrem belastend für das Herz-Kreislauf-System, er kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden. Schwimmer sollten langsam ins Wasser gehen und den Körper ans kalte Wasser gewöhnen. Sobald man friert, heißt es: Raus aus dem Wasser.

    WAS IST INSBESONDERE BEI KINDERN ZU BEACHTEN?

    Wasser zieht Kinder magisch an. Eltern sollten sie an Gewässern daher nie aus den Augen lassen - das gilt übrigens auch für den flachen Gartenteich. Kleine Kinder können bereits in wenige Zentimeter tiefem Wasser ertrinken. Auch Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere bieten keinen Schutz vor dem Ertrinken. Wenn ein Kind im Wasser in Not gerät, ist das für Außenstehende mitunter schwer zu erkennen, warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder". Kinder ertrinken "leise".

    WIE LEISTET MAN ERSTE HILFE?

    Bei Atemstillstand ist sofort mit der Mund-zu-Mund-Beatmung zu beginnen, bei Herzstillstand sollte gleichzeitig eine Herzmassage erfolgen. Auf keinen Fall sollte versucht werden, Wasser aus Lungen oder Magen zu entfernen. Das bringt nichts und kostet wertvolle Zeit.