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Soforthilfe: So wollen Betrüger ans Geld der Empfänger | BR24

© BR/Tamara Link, Josef Häckler

Betrüger wollen mit Hilfe von Fake-Mails ausbezahlte Corona-Soforthilfe oder Daten abgreifen. Wie Ihr den Betrugsversuch enttarnt.

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Soforthilfe: So wollen Betrüger ans Geld der Empfänger

Derzeit kursieren Fake-Mails, die dazu auffordern, Teile der Corona-Soforthilfe zurückzuzahlen. Die Mails sehen täuschend echt aus und tragen das Logo des bayerischen Wirtschaftsministeriums, lassen sich aber anhand einiger Merkmale enttarnen.

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Das betrügerische Schreiben trägt das Logo und das Impressum des bayerischen Ministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Es sei nun eine Prüfung fällig, ob die an den Mailempfänger ausgezahlte Corona-Soforthilfe auch tatsächlich in der ganzen Summe notwendig war, heißt es darin. Man solle das ausrechnen und das überschüssige Geld an das Wirtschaftsministerium zurückzahlen. Wer der Aufforderung nicht nachkomme, begehe eine Straftat. Beigefügt ist ein Schreiben für das Finanzamt. Die Kontodaten kämen mit der nächsten Mail.

Täuschend echte Fake-Dokumente zur Corona-Soforthilfe

Dass es sich bei solchen Betrugsversuchen um falsche Dokumente handelt, ist so gut wie nicht mehr zu erkennen. Dazu ist die Technik inzwischen zu weit fortgeschritten, die die Täter nutzen, um das Logo oder das Impressum von Behörden zu kopieren. Es gibt dennoch ein paar Fakten, die auf einen Fake hinweisen:

  • Als Absender steht in den Mails die jeweilige Behörde. Geht man aber auf den Namen und schaut sich die Adresse genau an, lässt sich oft erkennen, dass der Absender jemand anderes ist.
  • Die IBAN von angegebenen Kontonummern beginnen oft nicht mit DE, sondern mit ausländischen Ziffern.
  • Und: Die Tatsache, dass eine finanzielle Angelegenheit von einer offiziellen Behörde überhaupt per Mail geklärt werden soll, ist höchst ungewöhnlich. Solche Informationen kommen in der Regel per Brief ins Haus.

Im Zweifel bei der Behörde anrufen

Bestehen trotzdem Zweifel daran, ob es sich nicht doch um ein echtes Schreiben handelt, rufen Sie bei der jeweiligen Behörde an und fragen nach. Wichtig ist dabei, den Kontakt direkt auf der Seite der Behörde zu suchen und nicht in der Mail angegebene Nummern oder Links zu nutzen. Diese führen wieder zu den Betrügern. Wer einen Link öffnet riskiert zudem, dass dadurch ein Virus oder Schadprogramm auf den Rechner geladen wird, mit dem die Täter Daten abgreifen können. Auch sollten aus demselben Grund solche Mails nicht beantwortet werden.

Vorfall bei der Polizei melden

Die Landeskriminalämter versuchen, Betrugsversuche im Netz zu unterbinden. Deshalb sollte jeder Verdachtsfall bei der Polizei gemeldet werden.

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