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Immer wieder haben Ärzte Impfstoff übrig, den sie nicht an ihre Patienten losgeworden sind. Diese Impfdosen dann noch an Interessenten zu vermitteln, ist aufwendig. Das will jetzt die Plattform "sofort-impfen.de" übernehmen. Der Start war holprig.

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Sofort-impfen.de – Der schnelle Weg zur Impfung?

Immer wieder haben Ärzte Impfstoff übrig, den sie nicht an ihre Patienten losgeworden sind. Diese Impfdosen dann noch an Interessenten zu vermitteln, ist aufwendig. Das will jetzt die Plattform "sofort-impfen.de" übernehmen. Der Start war holprig.

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Von
  • Christian Eisele

"Schnell und einfach zu deiner Covid-19-Impfung." Mit diesem Slogan sorgt die Internet-Seite "sofort-impfen.de" derzeit für Aufsehen. Innerhalb kurzer Zeit meldeten sich deutschlandweit rund 1,7 Millionen Impfwillige auf der Online-Plattform an.

Leichte und schnelle Anmeldung bei "sofort-impfen.de"

Die Anmeldung geht denkbar einfach und in Sekundenschnelle – jeder Interessent muss nur Postleitzahl und E-Mail-Adresse angeben. Auch rund 600 Ärzte aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich laut Aussage der Initiatoren schon registriert.

Hinter "sofort-impfen.de" steht ein ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk von Freunden aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Ihr Ziel: Impfwillige und Ärzte digital und schnell zusammenbringen, zu "matchen", damit kein Impfstoff verfällt. Denn insbesondere der AstraZeneca-Impfstoff leidet unter seinem schlechten Ruf. Immer wieder werden Impftermine abgesagt.

Ärzte können an Interessierte Restdosen verimpfen

Statt dann mühsam zum Telefon zu greifen, kann in der Arztpraxis digital auf die Warteliste von sofort-Impfen.de zurückgegriffen werden. Dann soll an die Interessenten der passenden Postleitzahl ein konkretes Impfangebot verschickt werden – wer sich dann am schnellsten einbucht, bekommt seine Impfung.

Ansturm überraschte Macher von sofort-impfen.de

So zumindest ist es geplant. Das Problem derzeit: Der große Ansturm hat die Macher völlig überrascht. Die digitale Infrastruktur war überfordert und musste erst nachgerüstet werden. Dieser Prozess soll demnächst abgeschlossen sein.

Laut Martin Elwert, dem Sprecher der Initiative, soll in der kommenden Woche eine Testphase starten. Spätestens in der ersten Juni-Woche sollen dann die ersten Impftermine vermittelt werden.

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Was für Impfstoffe gegen Covid-19 gibt es derzeit?

Auch diese Initiative verhilft nicht allen sofort zur Impfung

Eines ist aber schon jetzt klar: In den nächsten Wochen werden bei weitem nicht alle Impfwilligen zum Zug kommen. Die Zahl der Interessenten übersteigt das Angebot bei weitem. Doch Martin Elwert ist überzeugt, dass sich das bald ändern wird. "Im Juni soll ja deutlich mehr Impfstoff geliefert werden. Dann hoffen wir, dass die Vermittlung richtig Fahrt aufnimmt."

Gesucht werden deshalb vor allem noch Ärzte, die sich registrieren lassen. Auch für sie ist die Anmeldung laut "sofort-impfen.de" relativ unkompliziert. Martin Elwert hofft, dass sich noch möglichst viele Ärzte dem Netzwerk anschließen. Denn, so sagt er: "Jede einzelne Dosis zählt."

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