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Söder zu Laschet-Wahl: "Freue mich auf die Zusammenarbeit" | BR24

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Armin Laschet ist auf dem digitalen Parteitag zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt worden. Er wirbt in seiner Dankesrede um die Geschlossenheit in der Partei und hofft auch auf die Briefwahlstimmen der Merz- und Röttgen-Wähler.

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Söder zu Laschet-Wahl: "Freue mich auf die Zusammenarbeit"

Es ist vollbracht: Die CDU hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Am Ende machte Armin Laschet das Rennen - vor Friedrich Merz. Zu den ersten Gratulanten gehörte einer, der ihm in Sachen Kanzlerkandidatur Konkurrenz machen könnte: Markus Söder.

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Von
  • Eva Böck

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat Armin Laschet als einer der Ersten gratuliert, per Twitter. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit ihm, betonte Söder. Und wörtlich: "Gemeinsam werden wir die Erfolgsgeschichte der Union fortschreiben."

Wie die Geschichte der Union weitergeht, das dürfte im Superwahljahr 2021 besonders spannend werden. Und was die K-Frage angeht, hatte Laschet erst vor ein paar Tagen unterstrichen: Kanzlerkandidat soll entweder der CDU-Vorsitzende werden oder der Chef der CSU. Laschet ist sich also durchaus bewusst: Die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel ist mit der heutigen Wahl noch nicht entschieden.

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Der neue CDU-Chef Laschet habe das Vertrauen der Schwesterpartei CSU. Das sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der Rundschau. Vertrauen und Zusammenhalt sei Kernbestand dessen, was die Union ausmache. Nur zusammen sei man stark.

Kramp-Karrenbauer mahnt Union zur Geschlossenheit

Sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit Laschet, so hat es auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Tweet formuliert. Und die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sprach von einem "fairen Wettbewerb", den sich die drei Kandidaten Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen geliefert haben, und mahnte: "Jetzt alle zusammen für unsere Union und unser Land."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gratulierte Laschet - und zollte auch den unterlegenen Kandidaten seinen Respekt: "Glückwünsch, lieber Armin Laschet, Respekt für Friedrich Merz und Norbert Röttgen. Nach Altmaiers Worten war die Wahl ein klares Signal: für den Gestaltungs- und Regierungswillen der Union.

Scholz wünscht Laschet "glückliches Händchen"

Und was sagen die anderen? Vizekanzler Olaf Scholz hat sich ebenfalls auf Twitter zu Wort gemeldet. Er wünschte Laschet "ein glückliches Händchen" und betonte, dieses Jahr habe es in sich und werde eine Herausforderung für alle: "Glück auf, sagt man bei uns dazu!"

Auch die Grünen haben den Wahlsieger daran erinnert, dass Deutschland gerade "große Aufgaben zu bewältigen" habe. Die Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck riefen Laschet dazu auf, er müsse die CDU nach der Ära von Bundeskanzlerin Merkel neu definieren. Und er solle auch klären, wofür die Partei eigentlich inhaltlich antrete. Unter anderem seien jetzt die Weichen zu stellen für konsequenten Klimaschutz und die ökologische Modernisierung der Wirtschaft.

Weidel: "Wer schwarz wählt, bekommt grün"

Dass Laschet die Ratschläge der Grünen allzu ernst nehmen könnte, befürchtet indes die AfD. Fraktionschefin Alice Weidel machte keinen Hehl daraus, dass sie sich einen anderen Ausgang der Wahl gewünscht hätte. Auf Twitter schrieb sie: "Die Chance, das Ruder herumzureißen, wurde endgültig vertan. Wer schwarz wählt, bekommt grün."

Kubicki hält Schwarz-Gelb für möglich

Aus FDP-Sicht wiederum sieht das Farbenspiel nach der Wahl ganz anders aus. Parteivize Wolfgang Kubicki erklärte, Laschet habe als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen gezeigt‚ dass er gut mit der FDP zusammenarbeiten könne: "Insofern ist die schwarz-gelbe Option nach der Bundestagswahl deutlich realistischer geworden als mit einem CDU-Vorsitzenden Röttgen."

Laschets Mitbewerber Norbert Röttgen hatte sich kurz vor dem Wahlparteitag noch gegen ein Bündnis mit den Liberalen ausgesprochen.

Kurz: "CDU als bestimmende politische Kraft der Mitte"

Auch aus dem benachbarten Ausland gibt es bereits Gratulationen. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz wünschte Laschet "alles Gute für die bevorstehenden Aufgaben". Für Österreich sei es wichtig, dass Deutschland sich weiter gut entwickele, so Kurz. Und weiter: "Die CDU als bestimmende politische Kraft der Mitte ist der beste Garant dafür."

Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn waren beim Online-Parteitag als Team angetreten. Laschet schlug nach seiner Wahl Spahn für einen Vizevorsitzenden-Posten vor. Den bekam Spahn auch - allerdings erzielte er mit 589 Stimmen das mit Abstand schlechteste Ergebnis der fünf Bewerber.

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