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Söder zu AfD: "Keine Zusammenarbeit, keine Duldung" | BR24

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Markus Söder hat jegliche Zusammenarbeit der Unionsparteien mit der AfD klar abgelehnt. Es könne "keine Zusammenarbeit, keine Duldung, keine Kooperation" mit der AfD geben, Die Partei sei "im Grunde genommen die neue NPD", so Söder auf Bayern 2.

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Söder zu AfD: "Keine Zusammenarbeit, keine Duldung"

CSU-Chef Söder hat jegliche Zusammenarbeit der Unionsparteien mit der AfD klar abgelehnt. Es könne "keine Zusammenarbeit, keine Duldung, keine Kooperation" mit der AfD geben. Die Partei sei "im Grunde genommen die neue NPD", so Söder auf Bayern 2.

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Die AfD in Thüringen hatte der CDU eine Zusammenarbeit angeboten. CDU-Landeschef Mike Mohring lehnte das Angebot ab, ebenso CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. Auch CSU-Chef Markus Söder spricht sich gegen jegliche Zusammenarbeit der Unionsparteien mit der AfD aus.

"Keine Zusammenarbeit, keine Duldung, keine Kooperation mit einer AfD, die sich ja komplett verändert jeden Tag. Das war mal am Anfang der Versuch einiger Leute, die gerne im Gestern gelebt hätten. Heute zeigt sich aber, dass es eine Gruppe ist, die auf dem Weg ist nach ganz Rechtsaußen." CSU-Chef Markus Söder

Nicht mehr verfassungsgemäß

"Die AfD ist im Grunde genommen die neue NPD", sagte Söder im radioWelt-Interview auf Bayern 2. Die Partei bewege sich auf "einem Boden, der nicht mehr verfassungsgemäß ist". Der CSU-Chef widersprach dem Eindruck, die CDU-Parteispitze würde sich nicht deutlich genug positionieren, was den aktuellen Umgang mit der AfD angehe.

"Es gibt einen ganz klaren Beschluss der CDU auf Bundesebene. Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich da schon klar geäußert, auch der Generalsekretär." CSU-Chef Markus Söder

Duldung durch AfD? "Völlig absurd"

Er sei "jetzt auch sehr froh, dass das etwas irrlichternd in Thüringen beendet wurde". Man müsse das Wahlergebnis in Thüringen akzeptieren und daraus auch die richtigen Schlüsse ziehen. Söder: "Die CDU hat dort nicht die Mehrheit bekommen, ganz im Gegenteil." Eine Duldung durch die AfD sei "völlig absurd".

Auch die CSU habe sich anfangs beim Umgang mit der AfD schwer getan, räumte der bayerische Ministerpräsident ein. Man habe aber inzwischen einen "klaren Weg und die klare Sprache gefunden". Auf die Frage, ob er sich künftig eine Zusammenarbeit mit der AfD vorstellen könnte, falls sich diese verändern würde, äußerte sich der CSU-Chef ablehnend: "Je höher der Zuspruch von Wählern, desto radikaler wird die Führung. Höcke ist das Beispiel dafür."