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Greenpeace-Aktivist in der Münchner Allianz-Arena

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Söder nach Greenpeace-Aktion: "Kein Kavaliersdelikt"

Abgestürzt: Nach der missglückten Protestaktion eines Gleitschirmfliegers vor dem EM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich in München zeigt sich Greenpeace zerknirscht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte Konsequenzen an.

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  • BR24 Redaktion

Eigentlich, so erklärte ein Greenpeace-Sprecher später, wollte der Umweltaktivist einen gelben Latexball mit Parolen in die Allianz-Arena sinken lassen, um gegen Verbrennungsmotoren und den Diesel-Betrug des Sponsors Volkswagen zu demonstrieren. Doch dann verfing sich sein Gleitschirm in den Seilen einer Stadionkamera und der Mann landete unsanft auf dem Spielfeld. Dabei verletzte er eine Beleuchterin und einen Zuschauer.

"Das ist kein Kavaliersdelikt", kommentiert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Aktion im Bayerischen Rundfunk - und kündigte Konsequenzen an. "Das wird genau behandelt, das sind klare Verstöße." Ähnlich ein DFB-Sprecher: Der Vorgang werde geprüft - bei der Polizei, bei den Behörden hier in München und der UEFA. Noch unklar ist, ob und inwieweit auch das bayerische Sicherheitskonzept überarbeitet werden muss.

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Nach seiner missglückten Protestaktion vor dem EM-Auftakt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft droht dem Motorgleitschirmflieger Ärger: Das Polizeipräsidium München ermittelt gegen den 38-Jährigen.

Greenpeace entschuldigt sich für die "Notlandung"

In den sozialen Netzwerken wird die Aktion kontrovers diskutiert. Auf Twitter kündigen User Greenpeace nach der gefährlichen Aktion sogar ihre Unterstützung auf.

Ein Greenpeace-Sprecher zeigte sich am Abend reumütig: "Technische Schwierigkeiten" hätten dazu geführt, "dass der Pilot zur Landung im Stadion gezwungen wurde". Man bedauere zutiefst, dass dadurch Menschen in Gefahr gebracht und offenbar zwei Personen verletzt wurden.

Nachdem der Aktivist aus dem Stadion eskortiert worden war, konnte das Spiel am Abend ohne weitere Störungen angepfiffen werden. Frankreich besiegte Deutschland mit 1:0 - Mats Hummels hatte den Ball in der 20. Minute im eigenen Tor versenkt. Auf der Fanmeile war die Stimmung anschließend gedämpft, aber friedlich.

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