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So prekär ist die Schneelage außerhalb Bayerns | BR24

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Auch in Österreich bedeuten die Schneemassen eine riesengroße Herausforderung. Es herrscht die höchste Lawinenwarnstufe. Zahlreiche Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten. Und es soll weiterschneien.

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So prekär ist die Schneelage außerhalb Bayerns

Nicht nur in Bayern sorgen die Schneemassen für Probleme. Der Winter hat auch andere Teile Deutschlands und andere europäische Länder im Griff, mit teils verheerenden Folgen. In Österreich starben mindestens sieben Menschen im Schnee. Ein Überblick.

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Keine Entwarnung in Österreich: Metereologen erwarten weitere Schneemassen und damit eine Verschärfung der ohnehin großen Lawinengefahr. Es müsse mit bis zu einem halben Meter Neuschnee gerechnet werden, berichtete der Wetterdienst des ORF. Bis zum morgigen Freitag soll es demnach in Vorarlberg, Nordtirol, Salzburg, der Obersteiermark und in den Alpen Ober- und Niederösterreichs weiter schneien. Die Lieferungen von Streusalz werden knapp, weil viele Lastwagen nicht durchkommen.

Dramatische Versorgungslage in Hohentauern

Zu vielen Orten wurden die Zufahrtsstraßen wegen Lawinengefahr gesperrt. Dadurch sitzen auch immer mehr Touristen fest. Wie schon am Mittwoch sind die beliebten Reiseziele Obertauern, Lech, Zürs und Hallstatt weiterhin nicht erreichbar.

Besonders problematisch ist die Situation in Hohentauern. Dort sitzen seit Samstag 550 Menschen fest, seit Neujahr fielen rund vier Meter Schnee. Experten suchen nun nach Möglichkeiten, die abgeschnittene Gemeinde zu evakuieren. Falls möglich, sollen Schneemassen abgesprengt werden, damit vor allem Urlauber den Ort verlassen können. Falls dies nicht möglich sei, sollten Menschen unter Aufsicht von Lawinenexperten jeweils in einzelnen Fahrten aus dem Ort geholt werden.

Mindestens sieben Todesopfer in Österreich

In Österreich starben seit dem Wochenende mindestens sieben Menschen im Schnee. Darunter waren zwei Deutsche, die am Sonntag in Vorarlberg von Lawinen verschüttet wurden. Am Mittwoch wurde ein 16 Jahre alter Deutsch-Australier vor den Augen seiner Familie beim Skifahren von einer Lawine in den Tod gerissen. Zudem starben zwei Skifahrer, die bei Stürzen im meterhohen Schnee versanken, sowie zwei Schneeschuhwanderer, die am Montag tot unter einem Lawinenkegel gefunden wurden. Seit Samstag werden außerdem zwei Tourengeher vermisst.

Lawinen-Opfer auch in der Slowakei

In der Slowakei kam nach Angaben der Bergrettung ein 37-Jähriger in den Bergen von Mala Fatra bei einem Lawinenabgang ums Leben. Im Westen Tschechiens sind nach heftigen Schneefällen etwa 9.000 Haushalte ohne Strom. Auf Spitzbergen nördlich des Polarkreises wurden wegen eines Sturms und des Risikos von Lawinenabgängen mehr als 100 Menschen in Sicherheit gebracht. In der Zentral- und der Ostschweiz in Graubünden herrscht teils die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Auch hier wird weiterer Schnee erwartet. Aus Frankreich und Italien werden derweil keine besonderen Vorkommnisse gemeldet.

Frau aus Baden-Württemberg stirbt im Stau

Innerhalb Deutschlands gab es nicht nur bayernweit zahlreiche Unfälle. Auf der A8 starb in Baden-Württemberg eine 54 Jahre alte Frau während eines schneebedingten langen Staus in ihrem Auto. Die Frau habe mit ihrem Fahrzeug bei Dornstadt im Stau gestanden und sich allein im Fahrzeug befunden, teilte das Polizeipräsidium Ulm mit. Ein Fremdverschulden sei auszuschließen.

Behinderungen vor allem im Osten Deutschland

Massive Schneefälle führten auch im Süden Sachsens und Teilen Ostsachsens zu Behinderungen vor allem im Straßen- und Bahnverkehr. Zahlreiche Straßen waren wegen Glätte, Schneebruchgefahr oder umgestürzter Bäume gesperrt. Die Winterdienste waren im Dauereinsatz. Die Erzgebirgsbahn stellte den Verkehr auf ihrem Streckennetz komplett ein. Im Erzgebirgskreis blieben zudem die meisten Schulen geschlossen. Auch im Vogtlandkreis kam es zu Behinderungen. Auch in Ostsachsen fielen zahlreiche Züge aus, es überdies Straßensperrungen. (mit Material von dpa, AFP und Reuters)

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  • Florian Haas
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