BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Stau und Chaos an slowenisch-österreichischer Grenze | BR24

© BR / Srdjan Govedarica
Bildrechte: Gerd Eggenberger/dpa

Zwischen Slowenien und Österreich kommt es am Karawankentunnel zu langen Staus, es wird von chaotischen Zuständen berichtet. Grund dafür ist eine neue Verordnung. Nun wurden die Kontrollen gelockert, um die Situation zu entschärfen.

178
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Stau und Chaos an slowenisch-österreichischer Grenze

Zwischen Slowenien und Österreich kam es am Karawankentunnel zu langen Staus, es wurde von chaotischen Zuständen berichtet. Grund dafür war eine neue Verordnung. Nun wurden die Kontrollen gelockert, um die Situation zu entschärfen.

178
Per Mail sharen
Von
  • BR24 Redaktion
  • Nora Reinhardt

Wegen verschärfter Corona-Grenzkontrollen in Österreich steckten Reisende mehr als zwölf Stunden in Slowenien fest. Vor dem Karawankentunnel kam es nach Angaben slowenischer Medien in der Nacht auf Sonntag zu einem Stau von bis zu zwölf Kilometern Länge. Betroffen waren auch viele deutsche Urlauber auf der Rückreise von Kroatien. Am Sonntagmorgen lockerten die Behörden die Kontrollen.

Lange Staus, wenig Information an der Grenze

Österreich hatte am Samstag wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Kroatien die Grenzkontrollen verschärft. Seitdem müssen nicht nur Einreisende einen negativen Test vorweisen oder sich in Quarantäne begeben. Auch alle Durchreisenden, die in Kroatien waren, mussten ein Formular ausfüllen und sich registrieren.

Das führte offenbar zu der immensen Verzögerung an der Grenze. Ein bayerischer Autofahrer berichtete, er sei am Samstag gegen 17:30 Uhr in den Stau geraten und habe erst am Sonntag um 7:30 Uhr die Grenze passiert, also 14 Stunden im Stau gestanden. Er habe sich vor seiner Rückreise aus Kroatien im Internet über die neuen Reise-Formalitäten informieren wollen: "Wir haben das nirgends gesehen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zeitweise sei die Stimmung aggressiv gewesen, berichteten er und eine weitere Reisende.

Behörden lockern Kontrollen von Transitreisenden

Mittlerweile lockerten die Behörden die Kontrollen, um die Situation zu entschärfen. Der Landeschef des Bundeslandes Kärnten, Peter Kaiser, sah eine akute Gefahrensituation für die vielen Wartenden und ihre Kinder und ordnete an, Transitreisende nur stichprobenartig zu kontrollieren. "Das Menschenwohl steht da im Mittelpunkt", sagte er.

Die Wartezeit verkürzte sich, betrug aber am Karawanken-Tunnel sowie bei dem kleineren Grenzübergang am Loiblpass noch immer mehrere Stunden, wie der Automobilclub ÖAMTC meldete. Autofahrer mit deutschem Kennzeichen dürfen nach Angaben der Kärntner Polizei nicht auf kleinere Grenzübergänge ausweichen, diese seien nur für Österreicher und Slowenen geöffnet.

Neue Regel für Transitverkehr sorgte für das Chaos

Die neue Regel für Transitverkehr aus Risikogebieten sei vom Gesundheitsministerium erst am Freitag erlassen worden und den lokalen Behörden vorab nicht kommuniziert worden, kritisierte ein Sprecher der Kärntner Landesregierung. "Das hat zu dem Chaos geführt", sagte er der dpa.

© BR.de
Bildrechte: BR.de

Wegen einer neuen Verordnung bildeten sich am Samstag kilometerlange Staus am Karawankentunnel. Mittlerweile wird nun nur noch stichprobenartig am Grenzübergang kontrolliert, dennoch bildeten sich auch am Sonntag Staus.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!