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Skiurlaub zu Corona-Zeiten: Wo und wie er möglich ist

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    Skiurlaub zu Corona-Zeiten: Wo und wie es auf die Piste geht

    Einfach schnell die Brettln aufs Dach und los, das ist nicht mehr. Skiurlaub in der Pandemie muss jetzt gut geplant werden - von der Einreise übers Hotel bis zur Piste. Das gilt derzeit in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien.

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    Linda SchildbachLinda SchildbachKathrin HondlKathrin HondlSrdjan GovedaricaSrdjan GovedaricaElisabeth PongratzElisabeth Pongratz
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    Wer dieser Tage in den Skiurlaub fahren möchte, muss allerhand beachten, dies gilt vor allem für Ungeimpfte. Doch die Corona-Regeln unterscheiden sich von Land zu Land. Wir haben die Maßnahmen für Sie zusammengefasst - das gilt derzeit in den Skigebieten der Nachbarländer.

    Österreich: Ohne Booster-Impfungen braucht es einen PCR-Test

    Touristische Reisen nach Österreich sind wieder möglich. Allerdings unter verschärften Einreisebedingungen. Reisende aus Deutschland müssen entweder dreifach geimpft oder genesen sein. Wer keine Booster-Impfung vorweisen kann, muss einen PCR-Test vorlegen.

    Ansonsten geht es in Österreich sofort in Quarantäne, die mit einem negativen Testergebnis beendet werden kann. Ausnahmen gelten unter anderem für Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter sowie für Kinder unter 12 Jahren. Impfzertifikate werden nur noch akzeptiert, wenn sie nicht älter sind als 270 Tage.

    Ohne einen 2G-Nachweis ist in Österreich ein Urlaub defacto nicht möglich, denn im Land gilt ein so genannter Lockdown für Ungeimpfte. So dürfen Hotels Gäste nur unter einer 2G-Regelung und mit FFP2-Maskenpflicht in allen zugänglichen Bereichen empfangen. Ähnlich ist es auch in der Gastronomie.

    Auch den Zutritt zu den Seilbahnen gibt es nur mit dem Nachweis, geimpft oder genesen zu sein, außerdem müssen Skiurlauber in den Kabinen FFP2-Masken tragen. Après-Ski ist generell nicht möglich.

    Schweiz: Einreise mit Test, kaum Einschränkungen auf der Piste

    Geimpft, genesen, getestet – das spielt auf den Schweizer Skipisten keine Rolle. Es gibt landesweit keine Einschränkungen. Nur in geschlossenen Gondeln muss eine Maske getragen werden, wie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Einige wenige Skigebiete haben aber strengere Corona-Regeln. Wer einen Skiurlaub in der Schweiz plant, sollte sich also erkundigen, welche Maßnahmen am genauen Reiseziel gelten. In Restaurants und bei allen Veranstaltungen in Innenräumen gilt die 2G-Regel. Ungeimpfte haben also keinen Zutritt.

    Für die Einreise in die Schweiz ist der Nachweis eines negativen Coronatests erforderlich – entweder ein Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf oder ein höchstens 72 Stunden zurückliegender PCR-Test. Das gilt für alle über 16, auch für Geimpfte oder Genesene. Wer weder geimpft noch genesen ist, muss nach vier bis sieben Tagen einen zweiten Test machen. Von der Testpflicht ausgenommen sind Einreisende aus Grenzregionen. In Deutschland sind das die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern.

    Frankreich: 3G und Maske im Skigebiet

    Seit Anfang Dezember braucht man für den Wintersport in Frankreich den Gesundheitspass, also den Nachweis, ob man geimpft, genesen oder getestet (24h Antigen-Schnelltest oder 24h PCR-Test) ist. Das gilt auch für Ski-Stationen, Schwimmbäder - und in Hotels und Restaurants sowieso. In Skiliften mit geschlossenen Kabinen muss man darüber hinaus auch Maske tragen, allerdings muss das nicht unbedingt eine medizinische sein. Ein dicker, filterartiger Rundschal, der Nase und Mund ausreichend bedeckt – und den viele Skifahrer ohnehin tragen – geht auch.

    Vollständig Geimpfte (zwei Dosen plus gegebenenfalls Auffrischung) sowie Genesene können frei von Deutschland nach Frankreich reisen. Andere Reisende ab 12 Jahren müssen dagegen einen tagesaktuellen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorweisen (nicht älter als 24h).

    Italien: Grüner Pass in der Seilbahn, 2G in der Hütte

    Wer in Italien Ski fahren will, sollte den Nachweis griffbereit haben, dass er genesen, geimpft oder getestet ist. Denn dieser sogenannte Grüne Pass ist für alle geschlossenen Kabinen oder Seilbahnen vorgeschrieben. In vielen Skigebieten wie etwa den Dolomiten kann das digitale Zertifikat mit dem Skipass gekoppelt werden, über das Internet, über eine App oder auch an der Kasse.

    In der Seilbahn gilt die Maskenpflicht, wie überall in Italien in den Innenräumen, also etwa auch in den Skihütten. Für die Benutzung von offenen Liften gibt es keine Vorschriften, allerdings sollte man auch beim Anstehen Abstand halten. Die Regionen Italiens sind wie eine Ampel in Farben eingeteilt, bei orange etwa gelten strengere Regeln als bei grün. Wer in einer Hütte oder nach dem Skifahren in einem Restaurant essen will, muss geimpft oder genesen sein, es gilt also die 2G-Regel. Ebenso in Diskotheken oder bei öffentlichen Veranstaltungen.

    Bei der Einreise nach Italien ist neben dem Covid-Zertifikat nun noch zusätzlich ein Test notwendig – entweder ein PCR-Test, der höchstens 48 Stunden alt ist oder ein maximal 24 Stunden alter Schnelltest. Kinder unter sechs Jahren sind davon nicht betroffen.

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