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Skigebiete schließen wegen der Corona-Pandemie? Die österreichische Tourismusministerin Köstinger hat der Idee im Bayerischen Rundfunk eine klare Absage erteilt. Man würde Deutschland ja auch nicht vorschlagen, die Friseure zu schließen.

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Skifahren in Österreich: "Lassen uns nichts vorschreiben"

Skigebiete schließen wegen der Corona-Pandemie? Die österreichische Tourismusministerin Köstinger hat der Idee im Bayerischen Rundfunk eine klare Absage erteilt. Man würde Deutschland ja auch nicht vorschlagen, die Friseure zu schließen.

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Von
  • Nicole Hirsch
  • Rolf Büllmann

Die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat Unverständnis über die Ankündigungen aus Italien und Deutschland zur Schließung von Skigebieten in der Corona-Pandemie geäußert. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte sie, man lasse sich von keinem anderen Land vorschreiben, wann was zu öffnen sei. Jedes Land kämpfe aktuell für sich, die Infektionszahlen nach unten zu bringen.

"Wir würden ja auch nie den Vorschlag liefern, dass man in Deutschland beispielsweise die Schulen schließen soll oder Friseurbetriebe. Das muss schon jedes Land für sich selbst entscheiden." Elisabeth Köstinger, Österreichs Tourismusministerin

Skilifte stehen still

Deutschland hat bereits angekündigt, Skilifte mindestens bis zum Ende des Jahres geschlossen zu halten. Bundeskanzlerin Angela Merkel würde sich das auch von den europäischen Nachbarstaaten wünschen.

"Wir sind in Österreich gerade in einem wirklich starken Lockdown, aber wir planen natürlich dann auch das Land behutsam Schritt für Schritt wieder hochzufahren", sagte Köstinger. Natürlich habe man die Gesundheit der Menschen immer als oberstes Ziel vor Augen, aber:

"Dieses Jahr hat allen wirklich extrem viel abverlangt. Österreich ist einfach auch das perfekte Skifahrerland. Viele wünschen sich einen Tapetenwechsel, wollen mal wieder rauskommen aus der Stadt, wollen sich erholen, wollen Sport machen - und Skipisten sind sicher." Elisabeth Köstinger, Österreichs Tourismusministerin

Österreich habe sich bereits im Sommer ein Konzept überlegt, um sicheren Wintertourismus möglich zu machen. An den Ein- und Ausstiegsbereichen sei überall ein Mund-Nasenschutz zu tragen. Außerdem gelte es, Abstand zu halten - ähnlich wie in öffentlichen Verkehrsmitteln.

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