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Skifahren im Klimawandel: Immer weniger Schnee für Wintersport | BR24

© dpa/pa/Barbara Gindl

Skischaukel Gaissau-Spielbergalm-Hintersee in Salzburg

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    Skifahren im Klimawandel: Immer weniger Schnee für Wintersport

    Im Laufe des 21. Jahrhunderts werden Wintersportler immer weniger Schnee zum Skifahren finden. Denn es soll laut Deutschem Wetterdienst mindestens zwei Grad wärmer werden, auch in den Alpen. Mittelhohe Berge werden sich dann eher zum Wandern eignen.

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    Unsere Kinder und Enkel werden aus Expertensicht im Winter in den mittelhohen Bergen eher Wandern als Skifahren können.

    Klimawandel: Die Schneedecke wird zurückgehen

    Die natürliche Schneedecke werde langfristig bis in mittlere Lagen im Alpenraum und in den Mittelgebirgen weiter zurückgehen, heißt es in einem Positionspapier des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und weiterer 13 Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema Klimawandel und Wintersport.

    Die Dauer der Schneebedeckung werde sich im Spätwinter um Wochen verkürzen. Etwas weniger stark auch im Frühwinter, so die am Freitag in Offenbach veröffentlichte Vorausschau.

    Ende des 21. Jahrhunderts: Mindestens zwei Grad wärmer

    Dies sei die Folge einer errechneten Prognose: "Die Fachwissenschaftler und Forschungseinrichtungen sind darin einig, dass zu erwarten ist, dass sich die Jahresmitteltemperatur im Alpenraum und den Mittelgebirgen bis zum Ende des Jahrhunderts um mindestens weitere zwei Grad Celsius erhöhen wird", heißt es in dem Papier.

    Diese Zunahme betreffe alle Jahreszeiten. Aussagen zur nahen Zukunft bis 2050 seien aber schwierig.

    Klimawandel und Wintersport

    An dem Papier hatten Experten europäischer Wetter- und Klimaforschungseinrichtungen mitgearbeitet, die von der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS), dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Deutschen Sporthochschule (DSHS) zu einem Treffen geladen waren.

    "Uns ist es wichtig, die Diskussion über den Klimawandel und seine Folgen zu versachlichen", sagte Initiator Prof. Ralf Roth von der Deutschen Sporthochschule.