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Siko: Neues Kapitel der transatlantischen Partnerschaft | BR24

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Die Münchner Sicherheitskonferenz als digitale "Special Edition". Im Mittelpunkt: der Neustart der transatlantischen Beziehungen. US-Präsident Biden erklärte: "Amerika ist zurück". Auch Kanzlerin Merkel sprach von einem "neuen Kapitel".

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Siko: Neues Kapitel der transatlantischen Partnerschaft

Mit einem Bekenntnis zur transatlantischen Partnerschaft hat sich Joe Biden an die Europäer gewandt. "Amerika ist zurück", sagte der US-Präsident auf der virtuellen Sicherheitskonferenz, auf der die zukünftigen Herausforderungen diskutiert wurden.

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Von
  • Christine Auerbach

Mit einem Bekenntnis zur transatlantischen Partnerschaft hat sich Joe Biden in einer Rede erstmals an die Europäer gewandt. "Amerika ist zurück", sagte der US-Präsident auf der virtuellen Sicherheitskonferenz, auf der die zukünftigen Herausforderungen diskutiert wurden.

Glaubt man den Reden auf der Münchner Konferenz, dann passt zwischen Biden und die Europäer in Zukunft kein Blatt:

"America is back. Das transatlantische Bündnis ist zurück." US-Präsident Joe Biden
"Deutschland steht für ein neues Kapitel der transatlantischen Partnerschaft bereit." Bundeskanzlerin Angela Merkel

Nach vier schweren Jahren in den transatlantischen Beziehungen will Amerika also zurück sein als verlässlicher Partner und Pfeiler internationaler Zusammenarbeit.

Biden: Herausforderungen Afghanistan, Corona, Putins Russland

Klar ist aber auch: Dieses neu belebte Bündnis steht vor großen Herausforderungen. Biden nennt unter anderem den Konflikt in Afghanistan, den Kampf gegen Corona oder auch das Russland unter Präsident Putin: Der Kreml, so der US Präsident, greife unsere Demokratien und Institutionen an.

"Es geht nicht um Ost gegen West, wir wollen keinen Konflikt. Wir wollen eine Zukunft, in der alle Nationen in der Lage sind, ihren Weg selbst zu bestimmen. Wir dürfen und können nicht zurück in die harten Blöcke des Kalten Krieges", sagt Biden.

Merkel: Gemeinsame China-Agenda

Vor allem im Umgang mit China wünscht sich Biden eine enge Zusammenarbeit mit Europa. Auch Angela Merkel hält eine gemeinsamen Agenda in Bezug auf China für nötig:

"China ist auf der einen Seite systemischer Wettbewerber, auf der andren Seite brauchen wir China für die Lösung globaler Probleme wir das Thema, Artenvielfalt wie das Thema Klimaschutz", so Merkel Und China habe in den letzten Jahren an globaler Schlagkraft gewonnen, "dem müssen wir als transatlantisches Bündnis und als Demokratien der Welt etwas entgegensetzen".

Sorge um Demokratie

Die Sorge um den Stand der Demokratie in der Welt zog sich durch einige Reden auf der Sicherheitskonferenz. Sie sei in Gefahr, sowohl in Europa als auch in den USA, sagte Biden:

"Historiker werden über diesen Moment schreiben. Er ist ein Wendepunkt. Und ich glaube fest daran, dass Demokratie sich durchsetzen wird", so Biden. Und weiter. "Wir müssen zeigen, dass Demokratien den Menschen immer noch etwas bieten können." Das sei die Mission, die uns zusammenschweißt. Demokratie passiere nicht zufällig. "Wir müssen sie verteidigen, stärken. erneuern."

UN-Generalsekretär fordert globalen Impfplan

Weitere Schwerpunkte der virtuellen Konferenz waren der Kampf gegen den Klimawandel und das Corona-Virus. So forderte UN-Generalsekretär Antonio Guterres unter anderem einen globalen Impfplan für Corona. Impfstoffe müssen überall verfügbar und erschwinglich sein, so seine Forderung. Das sei entscheidend für die Rettung von Menschenleben und Volkswirtschaften.

Reden wie die von Guterres gingen aber regelrecht unter, im gegenseitigen Beteuern von Europa und den USA, künftig wieder Schulter an Schulter zu stehen. Auf der virtuellen Sicherheitskonferenz ist das auf jeden Fall schon mal gelungen: Dort erschienen Angela Merkel, Joe Biden und Emanuel Macron freundlich lächelnd nebeneinander auf den Bildschirmen. Ob es in der Realität genauso einfach gehen wird, bleibt abzuwarten.

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