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Tödlicher Sicherheitsvorfall in Washington: Kapitol abgeriegelt | BR24

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Bildrechte: pa/dpa

Bei einem Angriff auf den Sitz des US-Parlamentes wurde ein Polizist getötet, ein weitere wurde verletzt. Der Angreifer wurde erschossen.

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Tödlicher Sicherheitsvorfall in Washington: Kapitol abgeriegelt

Bedrohungslage am US-Kongress: Zwei Polizisten sind vor dem Kapitol von einem Angreifer attackiert worden. Ein Polizist starb, der Angreifer wurde erschossen. Das Kapitol wurde abgeriegelt.

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Von
  • BR24 Redaktion

Am noch immer schwer bewachten US-Kapitol in Washington ist ein Autofahrer mit seinem Wagen in zwei Polizisten gefahren und hat anschließend eine Straßenbarriere gerammt. Einer der Beamten wurde getötet, ein weiterer verletzt, wie die Chefin der Kapitol-Polizei, Yogananda Pittman, am Freitag erklärte. Der Fahrer, der mit einem Messer aus dem Wagen stieg, wurde erschossen, wie sie weiter berichtete. Er habe zuvor nicht auf Warnrufe der Sicherheitskräfte reagiert. Auf Videoaufnahmen vom Ort des Geschehens war ein blaues Auto an einer Barriere zu sehen.

Große Sicherheitsvorkehrungen nach dem Sturm auf das Kapitol

Journalisten berichten, dass sie den Kongress nicht verlassen dürfen. Ein Hubschrauber kreist über dem Gelände. Noch sind die Hintergründe des Vorfalls unklar. Der Kongress hatte allerdings keinen Sitzungstag, deswegen dürften nur wenige Senatoren oder Abgeordnete in dem Komplex gewesen sein. Das Kapitol steht unter besonderem Schutz, da immer wieder mit Anschlägen gerechnet wird. Vor knapp drei Monaten war das Kapitolsgebäude gestürmt worden.

Vorfall drei Monate nach dem Sturm aufs Kapitol

Der Zwischenfall ereignete sich knapp drei Monate nach der gewaltsamen Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger des abgewählten Ex-Präsidenten Donald Trump. Wegen des beispiellosen Angriffs ist das Gebäude schwer bewacht. Vergangene Woche waren die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Kongresssitz allerdings etwas zurückgefahren worden. So wurde ein äußerer Zaun, der das Areal um den Kongresssitz abgeschirmt hatte, abgebaut. Straßen, die innerhalb dieses Kreises lagen und abgesperrt waren, wurden wieder geöffnet.

"Es ist wirklich traurig, denn ich hatte geglaubt, dass wir nach der Beseitigung der Barrieren wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren würden. Aber das zeigt nur, wie hoch das Risiko noch immer ist", sagte der demokratische Kongressabgeordnete Ro Khanna dem Nachrichtensender CNN. Der republikanische Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell, schrieb auf Twitter, dass er für den verletzten Polizisten bete.

Fünf Tote bei Krawallen rund um Kapitol-Attacke im Januar

Noch immer unterstützen Soldatinnen und Soldaten der Nationalgarde die lokalen Sicherheitskräfte. Die Kapitol-Polizei betonte vergangene Woche auch, sie sei jederzeit bereit, die Sicherheitsvorkehrungen sofort wieder hochzufahren, falls das nötig sein sollte.

Nach der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar war die Kapitol-Polizei in die Kritik geraten, weil die Sicherheitskräfte des Parlaments den Angriff nicht abwehren konnten. Mindestens fünf Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben, darunter ein Polizist. Das FBI stuft die Erstürmung des Kapitols als inländischen Terrorismus ein.

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