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Serie von Briefbomben: Verdächtiger Rentner schweigt | BR24

© dpa-Bildfunk/Christoph Schmidt

Nach Explosion in Lidl-Zentrale Neckarsulm.

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    Serie von Briefbomben: Verdächtiger Rentner schweigt

    Was könnte einen Mann dazu bewogen haben, explosive Postsendungen an Lebensmittelfirmen wie den Babynahrungshersteller Hipp in Pfaffenhofen zu senden und so Menschen zu gefährden? Die Frage beschäftigt die Polizei. Der Verdächtige aber schweigt.

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    • BR24 Redaktion

    Nach seiner Festnahme schweigt der verdächtige Rentner, der mehrere Briefbomben an süddeutsche Lebensmittelunternehmen geschickt haben soll. "Auch ein Tatmotiv ist weiterhin unklar", sagte am Montag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Heidelberg. Bei seiner Festnahme am Freitagabend im Raum Ulm habe der Mann laut Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft Heidelberg keinen Widerstand geleistet. Eines der Pakete war am Flughafen München abgefangen worden.

    Kein Erpresserschreiben

    "Weder gibt es bisher ein Erpresserschreiben noch Hinweise auf politische Aktivitäten des Rentners", fügte der Sprecher der Staatsanwaltschaft hinzu. Polizeilich sei der 66 Jahre alte Mann bisher nicht in Erscheinung getreten. Derzeit befindet sich der Rentner in Untersuchungshaft.

    Paket ab Babynahrungshersteller Hipp entschärft

    Die Serie hatte am vergangenen Dienstag in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim begonnen. Dort wurde ein Mann durch eine Verpuffung verletzt, als er ein Paket annahm. Am Mittwoch kam es beim Öffnen eines Briefes in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm zu einer Explosion mit drei Verletzten. Ein drittes Paket, das an den Babynahrungshersteller Hipp in Pfaffenhofen an der Ilm adressiert war, wurde in der Nacht zu Donnerstag in einem Paktverteilzentrum beim Flughafen München entschärft.

    Sonderkommission ermittelte Tatverdächtigen

    Die drei Sendungen trugen fiktive Absender, waren an einer Postannahmestelle in Ulm abgegeben und vom Dienstleister DHL ausgeliefert worden. Eine Sonderkommission unter Leitung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Heidelberg hatte die Ermittlungen übernommen.

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