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Serie von Briefbomben: Verdächtiger festgenommen | BR24

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Nach drei Angriffen mit explosiven Postsendungen auf Lebensmittelfirmen in Baden-Württemberg und Bayern meldet die Polizei einen Ermittlungserfolg: Ein Verdächtiger aus der Gegend von Ulm wurde festgenommen.

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Serie von Briefbomben: Verdächtiger festgenommen

Nach drei Angriffen mit explosiven Postsendungen auf Lebensmittelfirmen in Baden-Württemberg und Bayern meldet die Polizei einen Ermittlungserfolg: Ein Verdächtiger aus der Gegend von Ulm wurde festgenommen.

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  • BR24 Redaktion

Im Fall mehrerer Briefbomben an Lebensmittelkonzerne in Baden-Württemberg und Bayern sitzt ein 66 Jahre alter Verdächtiger in Untersuchungshaft. Das teilten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Samstag gemeinsam mit.

Verdächtiger schweigt zu Vorwürfen

Spezialkräfte der Polizei hatten den Rentner an seinem Wohnsitz am Freitag festgenommen. Der Mann aus dem Raum Ulm, der der Polizei bislang unbekannt gewesen sei, habe keinen Widerstand geleistet. Gegen den 66-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen, er kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Insbesondere die Ermittlungen zum Versandweg und zur Art der Sprengstoffpakete hätten die eingesetzte Sonderkommission auf die Spur des Mannes gebracht, hieß es weiter in der Mitteilung der Ermittler. In der Wohnung des Verdächtigen wurden demnach Beweismittel gefunden. Der Mann stehe "im Verdacht, der Absender der Postsendungen zu sein". Zu den Vorwürfen gegen ihn äußerte er sich den Angaben zufolge nicht.

An Hipp adressierte Briefbombe in Bayern abgefangen

Am Donnerstag war in einem Paketverteilzentrum beim Flughafen München eine Briefbombe abgefangen worden, die an den Babykosthersteller Hipp in Pfaffenhofen adressiert war. Davor waren am Dienstag bei den Wild-Werken (Capri-Sonne) in Eppelheim und am Mittwoch in der Zentrale des Discounters Lidl in Neckarsulm eine Briefbombe explodiert. Bei den Wild-Werken erlitt ein Mitarbeiter ein Knalltrauma, bei Lidl wurden drei Mitarbeiter verletzt.

Die Ermittlungen nach den Explosionen wurden mit großem Personalaufwand geführt. 100 Beamte untersuchten die Fälle.

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